US WATCH
News, Veranstaltungen & Kommentare – Ihr Blick auf die USA!
In den vergangenen Jahren haben sich die steirischen Exporte in die USA äußerst dynamisch entwickelt. Doch mit der aktuellen geopolitischen Lage unter Trump II ist die Situation des zweitwichtigsten Marktes für die steirische Wirtschaft unübersichtlich. Jetzt gilt es mehr denn je, den Markt genau zu beobachten, Strategien laufend zu evaluieren und sich noch besser vorzubereiten.
Mit dem US Watch liefern wir Ihnen regelmäßig kompakte Updates zu wirtschaftlichen Entwicklungen, bahnbrechenden Technologien und relevanten Markttrends in den USA. Profitieren Sie von wertvollen Einblicken aus erster Hand und bleiben Sie mit uns immer einen Schritt voraus – denn wer den US-Markt versteht, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile!
NEWS
Die USA verzeichnen einen historischen Höchststand bei den Zolleinnahmen: Laut U.S. Customs and Border Protection (CBP) wurden zwischen 20. Jänner und 15. Dezember 2025 über 200 Mrd. USD an Zöllen eingehoben. Hintergrund sind mehr als 40 präsidentielle Executive Orders, mit denen Präsident Trump die Zölle auf ein breites Spektrum von Importen angehoben hat. Zölle machen mittlerweile geschätzt 5–7 % der gesamten Bundessteuereinnahmen aus – etwa doppelt so viel wie vor diesen Maßnahmen.
Was heißt das für steirische Unternehmen?
- US-Markt bleibt attraktiv, wird aber teurer und komplexer:
Steirische Produkte aus Maschinenbau, Automotive, Industrieausrüstung, Mess-/Regeltechnik oder Medizintechnik werden durch die höheren Zölle automatisch teurer.
- Wettbewerb verschärft sich:
US-Kund:innen prüfen verstärkt Alternativen, etwa lokale Anbieter oder Lieferanten aus Ländern mit günstigeren Zollbedingungen oder Sonderabkommen.
- Planungs- und Rechtsunsicherheit nimmt zu:
Laufende Gerichtsverfahren und politische Debatten erschweren die Einschätzung, welche Zölle wie lange gelten. Das belastet langfristige Verträge, Investitionsentscheidungen und Standortplanung.
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- Chancen in Nischen bleiben:
Technologisch führende steirische Unternehmen (etwa bei Spezialmaschinen, Automatisierung, Umwelttechnik oder Nischenkomponenten) können sich weiterhin behaupten, wenn sie Service, Digitalisierung und klare Effizienzgewinne (z. B. geringere Energie-, Wartungs- und Personalkosten) in den Vordergrund stellen.
Fazit: Der US-Markt bleibt ein wichtiger, aber zunehmend anspruchsvoller Zielmarkt. Der Erfolg hängt mehr denn je von klarer Positionierung, Kosten- und Risikomanagement ab.
Die Trump-Regierung hat eine neue Gebühr von 100.000 USD pro H-1B-Visumantrag eingeführt, die für Bewerber:innen gilt, die sich außerhalb der USA befinden. Offiziell richtet sich die Maßnahme gegen den Missbrauch des H-1B-Programms in der Tech-Branche, sie betrifft jedoch alle Branchen und besonders hart das Gesundheitswesen in ländlichen Regionen.
Viele Krankenhäuser in strukturschwachen Gebieten sind stark auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Personalengpässe verschärfen sich, Stellen bleiben unbesetzt, die Versorgung in ländlichen Regionen gerät weiter unter Druck. Zwar sieht die Regelung Ausnahmen „im nationalen Interesse“ vor, die Hürden dafür gelten jedoch als hoch.
Warum ist das für steirische Unternehmen wichtig?
- Healthcare als wichtiger Zielsektor: Viele steirische Firmen liefern Medizintechnik, Laborausstattung, IT-Lösungen oder Dienstleistungen an US-Spitäler und Health-Systeme. Wenn ländliche Krankenhäuser weniger Personal rekrutieren können, hat das direkte Auswirkungen auf Investitionsbudgets und Beschaffungsentscheidungen.
- Marktrisiken besser einschätzen: Die Regelung zeigt, wie stark die US-Innenpolitik plötzlich ganze Sektoren verschieben kann, mit Folgen für Absatzchancen, Zahlungsfähigkeit und Projektzeitpläne.
- Chancen für Effizienz- und Automatisierungslösungen: Gleichzeitig steigt der Druck auf Krankenhäuser, mit weniger Personal auszukommen. Das erhöht den Bedarf an Automatisierung, digitaler Diagnostik, Remote-Monitoring und Prozessoptimierung – genau in diesen Nischen können spezialisierte steirische Anbieter punkten.
Für steirische Unternehmen mit Fokus auf den US-Gesundheitsmarkt lautet die Empfehlung: Entwicklungen im Visa- und Arbeitsmarktrecht mitbeobachten, Risiken in Projekten einpreisen und die eigene Positionierung als Effizienz- und Technologiepartner klar herausarbeiten.
In den letzten Jahren haben die USA ihre Rolle als zweitwichtigster Handelspartner Österreichs deutlich ausgebaut. Die Warenexporte stiegen von rund 9,5 Mrd. EUR (2020) auf 16,2 Mrd. EUR im Jahr 2024, das sind 8,5 % aller österreichischen Exporte. Die Importe legten langsamer zu und lagen 2024 bei 7,7 Mrd. EUR, womit Österreich einen Rekord-Handelsüberschuss von 8,5 Mrd. EUR erzielte.
Auch im Dienstleistungsbereich sind die USA ein zentraler Markt: 2024 exportierte Österreich Services im Wert von 3,4 Mrd. EUR und importierte 3,9 Mrd. EUR. Damit sind die USA Österreichs wichtigster Dienstleistungsmarkt außerhalb Europas.
Parallel dazu verschärft die neue „America First“-Politik das Umfeld. Höhere Zölle und strengere Regeln führen seit Anfang des Jahres zu einem deutlichen Rückgang der österreichischen Exporte (bis Juli -14,4 % gegenüber dem Vorjahr).
Die wirtschaftliche Verflechtung geht jedoch weit über den Handel hinaus: Österreichische Unternehmen haben ihre Präsenz in den USA stark ausgebaut. Direktinvestitionen von rund 23,7 Mrd. EUR, etwa 950 Tochterfirmen und über 60.000 Arbeitsplätze – davon rund 300 produzierende Standorte – unterstreichen die Bedeutung des Markts. Die Top-50-Unternehmen erwirtschaften 7,6 Mrd. EUR Umsatz, vor allem in Maschinenbau, Chemie, Baustoffen und Lebensmitteln, alles Bereiche mit starker steirischer Beteiligung.
Für die exportstarke Steiermark bleibt der US-Markt damit ein strategischer Kernmarkt, zugleich aber risikoreicher (Zölle, Regulierung, Visaregeln).
Erfolgsentscheidend sind:
- lokale Präsenz (Niederlassung, Montage, Service), um Zölle zu reduzieren und Kundennähe zu schaffen,
- Fokus auf Hochtechnologie-Güter wie Pharma, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und optische/messtechnische Geräte,
- Nutzung von Standort-Hotspots wie dem Südosten der USA (Georgia, South Carolina, North Carolina) als Anker für Produktion und Logistik,
- konsequentes Risikomanagement mit Blick auf handelspolitische und regulatorische Änderungen.
Wer diese Punkte frühzeitig in seiner US-Strategie berücksichtigt, kann auch im neuen handelspolitischen Umfeld weiter wachsen.
Nach 43 Tagen Stillstand hat der US-Kongress einem Übergangshaushalt zugestimmt, um den längsten „Government Shutdown“ in der Geschichte der Vereinigten Staaten zu beenden. Präsident Trump unterzeichnete das Gesetz am 13. November 2025.
Der Shutdown entstand durch einen parteipolitischen Streit über die Finanzierung von Gesundheits- und Sozialprogrammen. Ohne Einigung blieb der Bundeshaushalt aus, über 750.000 Bedienstete wurden beurlaubt und zahlreiche Behörden arbeiteten nur eingeschränkt. Die Wirtschaft erlitt Schäden von mehr als 15 Mrd. USD pro Woche, auch internationale Abläufe verzögerten sich. Ein Übergangshaushalt sichert die Finanzierung nun bis 30. Jänner 2026, eine langfristige Lösung steht jedoch weiterhin aus.
Für exportorientierte Firmen mit US-Geschäft zeigt der Shutdown, wie stark politische Entscheidungen die wirtschaftliche Stabilität beeinflussen können. Steirische Unternehmen sollten bei Aufträgen und Kooperationen mit öffentlichen Stellen in den USA künftig mehr Zeitpuffer und Szenarien für politische Risiken einplanen.
Seit Anfang Oktober ist in den USA ein großer Teil der Bundesregierung aufgrund des Budgetstreits lahmgelegt. Rund 750.000 Bundesbedienstete sind beurlaubt, viele weitere arbeiten ohne Bezahlung. Laut Finanzministerium sinkt die Wirtschaftsleistung derzeit um rund 15 Mrd. USD täglich.
Auch für Unternehmen außerhalb der USA zeigt sich die Auswirkung unmittelbar: Verzögerungen bei Zollabfertigungen, Genehmigungen, Statistik- und Berichtssystemen belasten internationale Lieferketten. Besonders betroffen sind Export- und Investitionsprojekte, die auf US-Behörden oder Förderprogramme angewiesen sind.
Was bedeutet das für steirische Firmen?
Lieferverzögerungen und Verzögerungen bei Behördenverfahren können Abläufe im US-Geschäft beeinträchtigen.
Die Unsicherheit wirkt sich auf Investitionsentscheidungen aus, vor allem in Branchen mit hohem öffentlichen Auftragsanteil.
Unternehmen sollten auf kurzfristige Änderungen reagieren können und direkte Kommunikationskanäle zu US-Partnern und Dienstleistern aufrechterhalten.
Der anhaltende Regierungsstillstand verdeutlicht, wie stark politische Blockaden die wirtschaftliche Stabilität beeinträchtigen können. Für steirische Exporteure und Investoren bleibt es entscheidend, Entwicklungen in Washington genau zu beobachten und ihre US-Strategien flexibel anzupassen.
Der US-Senat hat Arthur Fisher als neuen Botschafter der Vereinigten Staaten in Österreich bestätigt. Fisher, ein Vertrauter von Präsident Trump, wird in den kommenden Wochen seinen Posten in Wien antreten.
Sein Mandat umfasst die Pflege und Vertiefung der amerikanisch-österreichischen Beziehungen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Handel. Beobachter erwarten, dass der neue Botschafter den Fokus auf die Förderung amerikanischer Wirtschaftsinteressen legen wird.
Für steirische Unternehmen ist diese Ernennung vor allem ein Signal, die weiteren Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen:
- Die enge politische Anbindung an den Präsidenten könnte zu neuen Prioritätensetzungen in der bilateralen Zusammenarbeit führen.
- In einer Phase globaler Unsicherheit und handelspolitischer Neuorientierung bleibt abzuwarten, ob das bisher konstruktive Verhältnis zwischen Österreich und den USA in gewohnter Form fortgeführt werden kann.
- Für Unternehmen mit bestehenden US-Aktivitäten oder Expansionsplänen gilt es, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen laufend zu beobachten und gegebenenfalls strategisch anzupassen.
Das ICS würde sich freuen, den neuen Botschafter im Rahmen der kommenden „SelectUSA Investment Roadshow“ am 29. Jänner 2026 in Graz begrüßen zu dürfen – als Gelegenheit, den Dialog zwischen österreichischen und US-amerikanischen Wirtschaftspartnern fortzusetzen.
Die US-Regierung hat Subventionen für den Bau einer neuen Produktionslinie für elektrische Kleintransporter von Mercedes in South Carolina eingefroren. Damit gefährdet sie ein Projekt mit Investitionen von rund 570 Mio. USD und bis zu 800 zusätzlichen Arbeitsplätzen.
Gleichzeitig kündigt der Automobilkonzern Stellantis Investitionen in Höhe von 10 Mrd. USD in den USA an, u. a. für den Ausbau oder Wiederanfahrt von Produktionsstandorten und Neuentwicklungen in Staaten wie Illinois und Michigan.
Diese beiden konträren Signale prägen aktuell die US-Automobilwirtschaft: Die gegenläufigen Entwicklungen zwischen politischen Förderstopps und neuen Industrieinvestitionen verdeutlichen, dass Unternehmen mit Engagements in den USA – oder entsprechenden Plänen – mögliche Szenarien wie Förderausfälle, Kostensteigerungen oder Projektverzögerungen aktiv einkalkulieren sollten. Entscheidend ist dabei eine hohe Anpassungsfähigkeit, etwa durch modulare Liefermodelle oder eine Mehrstandort-Strategie.
Link zur Quelle 1 : LINK
Link zur Quelle 2: LINK
Mit einem Exportanteil von 13,4 % im Jahr 2024 bleibt der US-Markt einer der wichtigsten Handelspartner für die Steiermark. Die USA sind nach Deutschland der zweitwichtigste Exportmarkt für Österreich und der Steiermark und bieten auch in einem herausfordernden Umfeld weiterhin stabile Geschäftsmöglichkeiten. Besonders bemerkenswert ist, dass der bilaterale Warenverkehr weiterwächst: Zwischen 2023 und 2024 stiegen die Exporte aus der Steiermark in die USA um 23,2 %, auf Bundesebene legten sie um 10,1 % zu. Besonders gefragt waren Maschinen und mechanische Geräte, pharmazeutische Erzeugnisse, Fahrzeuge sowie High-Tech-Produkte.
Zahlreiche steirische Unternehmen sind bereits seit Jahren erfolgreich am US-Markt aktiv. Sie verfügen über gewachsene Kundenbeziehungen, belastbare Vertriebsstrukturen und ein tiefes Marktverständnis. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit zeig sich: Wer bereits auf dem US-Markt etabliert ist, hat einen klaren Vorsprung und kann selbst in einem volatilen Umfeld erfolgreich agieren.
Link zur Quelle: https://www.wko.at/zahlen-daten-fakten/laenderprofile-weltweit#heading_Amerika
Nach einem robusten Abschluss des Jahres 2024 hat sich das weltweite Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2025 deutlich abgeschwächt. Maßgeblicher Grund ist die Unsicherheit rund um die Handelspolitik der USA gewesen. In Erwartung neuer Zölle zogen viele Unternehmen ihre Importe und Produktionsaufträge in das erste Quartal vor, was kurzfristig zu einem Aufschwung führte. Seit dem zweiten Quartal zeigen sich jedoch klare Bremsspuren: Sowohl der Welthandel als auch die globale Industrieproduktion verzeichnen Rückgänge.
Für europäische Exporteure erschwerend hinzu kommt die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar. Laut aktuellen Berechnungen hat sich die Wettbewerbsposition europäischer Unternehmen auf dem US-Markt dadurch um rund 30 % verschlechtert. Auch der Dienstleistungshandel, insbesondere in Bereichen wie Finanz- und Technologieleistungen, verliert spürbar an Dynamik.
Die Zinspolitik trägt zusätzlich zur Unsicherheit bei: Während die Europäische Zentralbank die Leitzinsen mehrfach gesenkt hat, hält die US-Notenbank trotz politischem Druck vorerst an einem Leitzins von 4,5 % fest.
Das viel diskutierte EU-US-Handelsabkommen bringt bislang keine Klarheit. Für Unternehmen bleibt die Planungssicherheit eingeschränkt. Langfristige Investitions- und Exportentscheidungen sind daher aktuell mit erhöhten Risiken verbunden.
Link zur Quelle: https://www.wko.at/oe/news/konjunkturradar-international
US‑Präsident Donald Trump hat erneut mit der Einführung zusätzlicher Importzölle gegen Länder gedroht, die eine sogenannte Digital Services Tax (DST) erheben. Im Raum steht neben höheren Einfuhrzöllen auch eine Verschärfung der Exportkontrollen im Technologiesektor. Hintergrund ist die US-Kritik an europäischen Digitalsteuern, die aus Sicht Washingtons amerikanische Unternehmen benachteiligen.
In Österreich sind davon große Konzerne ab einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro betroffen, sofern sie mindestens 25 Millionen Euro Werbeleistungen für österreichische Konsumenten erbringen. Auf diese Umsätze fällt eine 5%-ige Abgabe an, die zuletzt rund 120 Millionen Euro in die Staatskasse brachte. Während die Drohkulisse aus den USA dazu geführt hat, dass eine geplante Anhebung der Abgabe auf Eis gelegt wurde, steigt die Unsicherheit nach dem jüngsten US-EU-Zolldeal erneut.
Parallel dazu wächst der politische Druck in Europa, neue Handelspartner zu erschließen. EVP-Chef Manfred Weber forderte daher diese Woche, insbesondere die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Indien voranzutreiben – einem Land, das aktuell selbst stark unter den US-Zöllen leidet.
Für steirische Unternehmen bleiben die USA zwar ein Schlüsselmarkt, doch die politischen Rahmenbedingungen können sich schnell verschieben – wer nachhaltig erfolgreich exportieren will, setzt daher auf strategische Flexibilität, breitere Marktdiversifizierung und eine wachsame Beobachtung der transatlantischen Handelspolitik.
„Der hohe Preis, zu dem sich Europa "Zollvergünstigungen" der USA sichern wollen, wird immer deutlicher. Das nun veröffentlichte Joint Statement der beiden Parteien, in dem die Grundsatzvereinbarung des US-Präsidenten und der EU Kommissionspräsidentin von Ende Juli nun schriftlich ausgeführt wird, zeigt, dass die US Administration die Zollkeule dazu verwendet, schon lange verfolgte (handels)politische Forderungen gegenüber Europa durchzusetzen.
Neben den schon bekannten Punkten wie dem verordneten Einkauf von LNG und Sicherheitstechnologie oder einem vorgeschriebenen europäischen Investitionsvolumen in den USA, kommen nun eine teilweise Öffnung des europäischen Markts für landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel, die Hinterfragung europäischer Standards, von CBAM, CSDD und CSRD, das Verbot der Besteuerung von Datentransfers, die stärkere Einschränkung von Technologiereexporten durch europäischen Unternehmen usw.
Bedenken sind auch in Bezug auf die nun anstehende rechtliche Umsetzung der ausgefertigten Grundsatzvereinbarung durch die EU-Institutionen angebracht, weil es zumindest dem Text der Vereinbarung nach den US-Behörden obliegt, zu beurteilen, ob diese der Vereinbarung entsprechen und ob und wann damit verbundene US-Zollbegünstigungen überhaupt gewährt werden.“
- Das Kommentar in der Kleinen Zeitung: LINK
Aufgrund einer Gesetzesänderung in den Vereinigten Staaten stellt die Österreichische Post ab dem 25. August 2025 die Annahme von Briefen und Paketen in die USA weitgehend ein. Hintergrund ist das Inkrafttreten einer neuen Zollregelung: Ab dem 29. August entfällt die bisherige Zollfreigrenze von 800 US-Dollar für Warensendungen aus dem Ausland. Eine Ausnahme gilt lediglich für Geschenksendungen von Privatpersonen an Privatpersonen bis zu einem Wert von maximal 100 US-Dollar.
Als verbleibende Versandmöglichkeit bietet die Österreichische Post den Service „Post Express International“ an. Dieser ist jedoch mit erhöhten Kosten und längeren Lieferzeiten verbunden.
Für österreichische Betriebe, die regelmäßig Waren oder Dokumente per Post in die USA senden, stellt diese Umstellung eine logistische Herausforderung dar. Es wird empfohlen, zeitnah auf alternative Versandlösungen umzusteigen oder bestehende Prozesse anzupassen, um Lieferverzögerungen zu vermeiden.
Link zum Artikel: HIER
"Der jüngste Deal mit Washington bringt zwar 15 % Abgaben auf EU-Waren, doch zahlreiche Ausnahmen dämpfen die Auswirkungen.
Österreichische, besonders steirische Hochtechnologie könnte sogar profitieren – dank noch nicht vollständig festgelegter Zollbegünstigungen.
Trotz deutlicher Kritik mehrerer EU-Mitgliedsstaaten setzt die Europäische Kommission dementsprechend die von ihr vorbereiteten Gegenmaßnahmen zunächst einmal aus.
Gleichzeitig ist klar: Die USA nutzen Zölle zunehmend als politisches Druckmittel und Einnahmequelle. Damit stellt sich auch die Frage, wie lange entsprechende Vereinbarungen (seitens der USA) auch halten.
Besonders brisant sind im Falle des EU-Abkommens die Verknüpfungen mit europäischen Investitions- und Kaufpflichten in den USA, die die EU-Kommission als Absichtserklärungen sieht, die US-Administration aber wohl als feste Verpflichtungen, deren Einhaltung sie überprüfen und deren Nicht-Einhaltung sie wohl auch sanktionieren möchte.
Für die EU heißt das, Abhängigkeiten in Technologie, Energie und Verteidigung rasch zu reduzieren – und eigene Strategien zu entwickeln, um die Beziehungen mit den USA in Zukunft auf Augenhöhe und tatsächlich fair gestalten zu können."
"Die europäische Exportwirtschaft dürfte noch einmal mit einem blauen Auge davonkommen. 15%ige US-Zölle auf EU-Waren, wie sie im Deal der USA mit der EU festgelegt wurden, sind in vielen Fällen zwar herausfordernd, aber nicht unüberwindlich.
Positiv ist dabei, dass österreichische, insbesondere steirische Hochtechnologie, auch von zahlreichen Zollbegünstigungen profitieren wird, deren Umfang noch nicht zur Gänze festgelegt ist.
Und nicht übersehen sollte man auch, dass die EU gleich (schlecht) bzw. in einigen Fällen sogar besser behandelt wird, als andere wichtige Lieferländer der USA.
Ein sehr schaler Beigeschmack bleibt aber in jedem Fall: Zölle wurden unter der derzeitigen US-Administration als politische Waffe und gleichzeitig staatliche Einnahmequelle wieder entdeckt und scheinen ein sehr bequemer Ausweg aus hoher Staatsverschuldung. Damit stellt sich die Frage, wie lange und unter welchen Bedingungen die nun vereinbarten ‘niedrigen’ Zölle auch halten werden.
Aus europäischer Sicht besonders problematisch ist aber die Junktimierung der 'US-Zollbegünstigungen’ mit europäischen ‘Zwangsinvestitionen’ in den USA, europäischen Energiekäufen aus den USA und dem Kauf von US-Militärtechnologie durch europäische Staaten.
In dieser Art sind die USA zwar in der Vergangenheit immer wieder mit befreundeten Staaten umgegangen, mit ihren europäischen Verbündeten aber schon länger nicht mehr. Die Europäische Union wird zwar den Deal nehmen, aber gleichzeitig auch daran arbeiten müssen, die diversen Abhängigkeiten von den USA, insbesondere im Hochtechnologie-, Energie- Verteidigungsbereich drastisch zu reduzieren.
Vielleicht braucht es neben rechtlichen Instrumenten wie der Monopol- und der Wettbewerbskontrolle gegenüber US-Konzernen, wie sie die frühere EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gegen großen US-Widerstand immer wieder durchzusetzen versucht hat, auch den einen oder anderen, von der EU vorgeschlagenen ‘Deal’, der hilft, die US-Dominanz in wichtigen Bereichen zu Gunsten europäischer Technologie brechen."
Bei einem Treffen in Turnberry (Schottland) haben sich die EU und die USA auf ein neues Rahmenabkommen geeinigt. Ab 1. August 2025 soll ein einheitlicher Zollsatz von 15 % auf die Mehrheit der EU-Exporte in die USA gelten, darunter Fahrzeuge, Pharmazeutika und Halbleiter. Der pauschale Satz soll als „all-inclusive“-Regelung ohne zusätzliche Abgaben umgesetzt werden. Ein zentraler Bestandteil des Deals ist eine umfangreiche Energiepartnerschaft: Die EU verpflichtet sich zu US-Energieimporten im Umfang von 750 Mrd. USD über drei Jahre. Zusätzlich sollen laut US-Präsident Trump 600 Mrd. USD an EU-Investitionen in den USA fließen sowie größere Militäreinkäufe erfolgen.
Zollfreiheit soll für strategische Produkte wie Flugzeugteile, bestimmte Chemikalien, Halbleiterausrüstung und ausgewählte Agrargüter gelten. In anderen Bereichen, etwa Stahl und Aluminium, besteht noch Uneinigkeit. Während die EU ein Quotenmodell anstrebt, hält Trump laut eigenen Aussagen an bestehenden Zöllen fest.
Für steirische Unternehmen bedeutet das Abkommen kurzfristig mehr Planungssicherheit, insbesondere in exportstarken Branchen wie Maschinenbau, Fahrzeugzulieferung, Elektronik und Pharma. Gleichzeitig entstehen neue Chancen im Energie- und Technologiesektor. Dennoch bleibt der weitere Verlauf, insbesondere im Stahlbereich, aufmerksam zu beobachten.
Die EU-Kommission hat entschieden, die Anwendung geplanter Vergeltungszölle auf US-Produkte bis zum 6. August 2025 auszusetzen. Ursprünglich sollten diese Zölle bereits ab 15. April 2025 als Reaktion auf US-Zölle auf Stahl-, Aluminiumprodukte und Derivate greifen, die seit März in Kraft sind.
Die Gegenzölle der EU wurden in der Durchführungsverordnung (EU) 2025/778 festgelegt und hätten zusätzliche Abgaben zwischen 10 % und 25 % auf verschiedene Warengruppen bedeutet, darunter Maschinen, Metallwaren, Fahrzeuge und Agrarprodukte. Mit der jüngsten Verordnung (EU) 2025/1446 wurde die bereits bestehende Aussetzung nun bis zum 6. August verlängert.
Für steirische Unternehmen bringt die Aussetzung der EU-Gegenzölle bis Anfang August kurzfristige Planungssicherheit. Bleibt jedoch eine Einigung aus, so drohen ab dem 6. August spürbare Exportbelastungen. Besonders betroffen wären Branchen wie Maschinenbau, Fahrzeugzulieferung, Metallverarbeitung und Agrarwirtschaft.
Die USA unter Präsident Trump haben angekündigt, ab dem 1. August 2025 Strafzölle in Höhe von 25 % auf Importe aus Japan und Südkorea zu erheben. Auch zahlreiche weitere Länder sind betroffen: Für Importe aus Laos und Myanmar wurden Zollsätze von bis zu 40 % in Aussicht gestellt, für Serbien 35 % und für Bosnien und Herzegowina 30 %. Die betroffenen Staaten wurden aufgefordert, bis zum 1. August bilaterale Handelsabkommen mit den USA abzuschließen, andernfalls treten die Maßnahmen in Kraft. Das ursprüngliche Fristende am 9. Juli wurde entsprechend verlängert.
Die Ausweitung der US-Zölle betrifft auch steirische Unternehmen, vor allem über die Lieferketten: Japan und Südkorea sind zentrale Zulieferländer für Elektronik, Fahrzeugteile und High-Tech-Komponenten. Zusätzliche Zölle könnten Beschaffungskosten erhöhen und zu Verzögerungen führen.
Unternehmen sollten ihre Lieferstrategien rasch überprüfen und gegebenenfalls auf alternative oder regionalere Bezugsquellen umstellen. Gleichzeitig gewinnt eine flexible Exportplanung an Bedeutung, besonders in den Bereichen Elektronik, Maschinenbau und Automobilzulieferung.
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Das neue US-Steuerpaket („One Big Beautiful Bill“) bringt weitreichende Änderungen mit sich: Es verlängert zentrale Steuererleichterungen aus Trumps erster Amtszeit, darunter niedrigere Einkommenssteuersätze, höhere Kinderfreibeträge sowie neue Absetzbarkeiten für Trinkgelder, Überstunden und Autokredite. Gleichzeitig sieht das Paket spürbare Einschnitte bei Sozialleistungen vor, etwa durch Kürzungen bei Medicaid und der Lebensmittelhilfe sowie verschärfte Arbeitsnachweispflichten für Leistungsbezieher:innen.
Besonders relevant für steirische Unternehmen ist der geplante Rückbau klimapolitischer Förderungen: Steuervergünstigungen für Wind- und Solarenergie, E-Mobilität sowie energieeffizientes Bauen entfallen künftig. Das schwächt nicht nur den US-Markt für erneuerbare Technologien, sondern wirkt sich auch negativ auf internationale Lieferketten und Projektvolumen im Bereich Green Tech aus.
Zusätzlich droht durch das erwartete Ansteigen des US-Haushaltsdefizits um bis zu vier Billionen US-Dollar in den kommenden zehn Jahren eine zunehmende fiskalische Unsicherheit. Das könnte sich mittelfristig auf das Investitionsklima, öffentliche Ausschreibungen und Nachfrageverhalten in den USA auswirken, was wichtige Faktoren für exportorientierte Unternehmen aus der Steiermark darstellen. Eine laufende Beobachtung der wirtschaftspolitischen Entwicklungen und eine vorausschauende Marktanpassung sind daher empfehlenswert.
Link zu den Artikeln:
- https://www.derstandard.at/story/3000000277076/einschnitte-bei-sozialleistungen-neue-steuer-fuer-erneuerbare-was-in-trumps-big-beautiful-bill-steht
- https://www.derstandard.at/story/3000000277825/abstimmung-252ber-trumps-steuergesetz-verz246gert-sich
Der jüngste NATO-Gipfel markiert eine strategische Neuausrichtung der USA unter Präsident Trump. Washington stellt seine Rolle als globaler Stabilitätsgarant zunehmend infrage und fordert von europäischen Partnerstaaten nicht nur sicherheitspolitisches, sondern auch finanzielles Engagement, insbesondere durch verstärkte Investitionen in sicherheitsrelevante Sektoren.
Die Botschaft ist klar: Wer sicherheitspolitische Unterstützung erwartet, soll verstärkt in US-nahe Industrien investieren. Das betrifft vor allem Verteidigung, Technologie und Infrastruktur. Trumps Vorstoß, dass NATO-Staaten künftig 5 % ihres BIP für Verteidigung aufwenden sollen, könnte gezielt Märkte öffnen – etwa für Cybersecurity, High-End-Komponenten, Maschinenbau oder dual-use-Technologien.
Auch ohne neue Zölle bleibt die US-Handelspolitik volatil. Unternehmen sollten sich auf regulatorische Anpassungen, selektive Subventionen und geopolitisch motivierte Marktverschiebungen einstellen.
Relevanz für steirische Unternehmen:
- Neue Chancen im zivil-militärischen Technologiebereich: z. B. Automatisierung, Sensorik, Sicherheitssoftware
- Notwendigkeit resilienter Strukturen: Lieferketten müssen widerstandsfähiger und stärker regional diversifiziert werden
- Frühzeitige Marktanpassung essenziell: Strategische Exportplanung und Monitoring geopolitischer Entwicklungen gewinnen weiter an Bedeutung
Link zum Artikel: LINK
Seit heute gelten in den USA erhöhte Zölle auf Stahl und Aluminium, die die Exportkosten für europäische Unternehmen erheblich steigern. Statt bisher 25 % müssen nun 50 % Zoll auf diese Metalle gezahlt werden. Diese Maßnahme hat weitreichende Konsequenzen für die Wirtschaft, insbesondere für Unternehmen in der Steiermark, die stark vom Export in die USA abhängig sind. Trotz der Unsicherheiten und wirtschaftlichen Herausforderungen geben viele Firmen die Hoffnung auf eine Rücknahme der Zölle durch US-Präsident Donald Trump nicht auf.
ICS-Geschäftsführer Karl Hartleb dazu im Interview mit dem ORF Steiermark: Zum Interview
US-Präsident Donald Trump will Zölle künftig als zentrale Finanzierungsquelle für den US-Bundeshaushalt etablieren. Die von ihm angedachte Idee eines „External Revenue Service“ soll Importe stärker belasten und damit – zumindest theoretisch – die Steuerlast amerikanischer Bürger:innen senken.
Die wirtschaftlichen Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache: Selbst bei umfassenden Zollerhöhungen wären laut unabhängigen Schätzungen lediglich rund 290 Mrd. USD pro Jahr an Einnahmen realistisch. Zum Vergleich: Allein die Abschaffung der Einkommensteuer für mittlere Einkommen würde 2025 rund 737 Mrd. USD kosten. Zusätzlich treffen die Zölle in erster Linie US-Unternehmen und Konsument:innen – durch Preissteigerungen und geringere Gewinnmargen.
Für steirische Exporteure bedeutet die weiterhin volatile US-Zollpolitik: eingeschränkte Planbarkeit, potenzielle Kostensteigerungen und wachsende Unsicherheit im Marktzugang. Umso wichtiger sind strategische Exportdiversifizierung und flexible Lieferkettenplanung.
Link zum Artikel: HIER
Die jüngsten Entwicklungen in der US-Handelspolitik unter Präsident Donald Trump bringen sowohl neue Chancen als auch erhebliche Unsicherheiten für international agierende Unternehmen mit sich.
Trump hat überraschend alle US-Sanktionen gegen Syrien aufgehoben und ein bedeutendes Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien abgeschlossen. Diese Schritte könnten die geopolitische Lage im Nahen Osten neu gestalten und bieten potenzielle Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen in den Bereichen Infrastruktur und Energie.
Gleichzeitig hat die US-Regierung eine 90-tägige Pause in der Eskalation des Handelskonflikts mit China angekündigt, wobei die gegenseitigen Zölle vorübergehend reduziert wurden. Experten warnen jedoch, dass diese Maßnahme lediglich ein temporärer Waffenstillstand ist und keine langfristige Lösung darstellt. Die volatilen Handelsbeziehungen könnten bestehende Lieferketten beeinträchtigen und zu höheren Kosten führen.
Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump verunsichert Unternehmer in der Steiermark zunehmend. Um bestmöglich mit der aktuellen Situation umgehen zu können, gibt es derzeit Zollschulungen des Internationalisierungscenters Steiermark. Das Interesse daran ist enorm.
Die jüngsten US-Zölle betreffen nicht mehr nur Stahl, Aluminium und Fahrzeuge, sondern greifen mittlerweile tief in weitere Schlüsselbereiche der österreichischen Exportwirtschaft ein. Laut aktuellen Analysen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) sind vor allem die Chemie-, Elektronik- und Maschinenbauindustrie von den verschärften Handelsbarrieren betroffen.
Besonders spürbar ist der Effekt bei der realen Wertschöpfung: Für Österreich insgesamt wird ein Rückgang von etwa 0,3 % erwartet – mit direkten Folgen für Industrieproduktion, Beschäftigung und Investitionen. Am stärksten dürfte die Pharmaindustrie betroffen sein: Für sie prognostiziert die OeNB einen Rückgang der Wertschöpfung um 3,6 %, sollten die angekündigten US-Zölle ab Juli umgesetzt werden.
Link zum Artikel: US-Zölle schaden Österreich: Diese Branchen könnte es besonders treffen - Welthandel - derStandard.at › Wirtschaft
Am 1. Mai 2025 unterzeichneten die USA und die Ukraine ein als „historisch“ bezeichnetes Rohstoffabkommen. Dieses gewährt den USA Zugang zu wertvollen ukrainischen Bodenschätzen und soll die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern vertiefen. Trotz fehlender Sicherheitsgarantien für die Ukraine wird das Abkommen als klares Signal an Russland gewertet und könnte langfristige wirtschaftliche Kooperationen fördern.
Für exportorientierte Unternehmen in der Steiermark ergeben sich daraus mehrere potenzielle Auswirkungen: Eine verstärkte US-Präsenz im ukrainischen Rohstoffsektor könnte globale Lieferketten neu ordnen, während geplante Investitionen und Infrastrukturprojekte in der Ukraine zusätzliche Marktchancen eröffnen. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Stabilität in der Region ein entscheidender Faktor für wirtschaftliche Planbarkeit.
Link zum Artikel: Ukraine – USA: Rohstoffabkommen für Selenskyj „historisch“ - news.ORF.at
US-Präsident Donald Trump hat am 26. April 2025 gefordert, dass amerikanische Militär- und Handelsschiffe künftig kostenlos den Panama- und Suezkanal passieren dürfen. Er erklärte, dass diese Wasserstraßen ohne die Unterstützung der USA nicht existieren würden, und beauftragte Außenminister Marco Rubio, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Der Panama-Kanal, der etwa 40 % des US-Containerverkehrs abwickelt, wurde von den USA gebaut und 1999 an Panama übergeben. Trump hatte bereits zuvor angedeutet, die Kontrolle über den Kanal zurückerlangen zu wollen. Mögliche Änderungen in den Durchfahrtsrechten könnten die globale Logistik und Lieferketten beeinflussen.
Für steirische Unternehmen könnte dies zu neuen Unsicherheiten in der internationalen Lieferkette führen – eine enge Beobachtung der weiteren Entwicklungen ist daher ratsam.
Link zum Artikel: Trump will kostenlose Durchfahrt für US-Schiffe durch Panama- und Suezkanal - USA - derStandard.at › International
Die jüngsten protektionistischen Maßnahmen der US-Regierung sorgen weltweit für wirtschaftliche Verunsicherung. Mit dem höchsten durchschnittlichen Importzollniveau seit über 100 Jahren beeinträchtigt die amerikanische Handelspolitik zunehmend den globalen Warenverkehr. Laut WTO dürfte der Welthandel 2025 um mindestens 0,2 % schrumpfen.
Besonders betroffen ist auch Österreich: Die Unsicherheit bremst Investitionen und verteuert den Export. Im Jänner 2025 sanken Österreichs Warenausfuhren in die USA um 5,9 %. Maschinen und Fahrzeuge – zentrale Exportgüter steirischer Betriebe – verzeichneten starke Rückgänge. Gleichzeitig gewinnt die chinesische Industrie international an Wettbewerbsstärke, was den Preisdruck auf europäische Anbieter erhöht.
Auch die US-Wirtschaft leidet unter Trumps Kurswechsel. Anstelle eines prognostizierten Wachstums von 3 % wird nun ein Rückgang des US-BIP um 2,2 % im ersten Quartal erwartet. Die Unvorhersehbarkeit der US-Zollentscheidungen hemmt Investitionen und schwächt den Konsum.
Tipp vom ICS: Jetzt auf Marktdiversifikation und strategische Exportplanung setzen. Wir unterstützen mit aktuellen Analysen und individueller Beratung.
EU setzt Gegenmaßnahmen mit 15. April 2025 in Kraft und setzt diese am gleichen Tag bis 14. Juli 2025 aus.
Die USA haben am 12. März 2025 Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte und Derivate eingeführt.
Als Reaktion darauf hat die EU gemäß Durchführungsverordnung 2025/778(Amtsblatt L, 2025/778, 14. April 2025) folgende Gegenmaßnahmen festgelegt:
- ab dem 15. April 2025 werden zusätzliche Wertzölle in Höhe von 10 % und 25 % auf die Einfuhren der in Anhang I der Durchführungsverordnung 2025/778 aufgeführten und spezifizierten Waren angewandt.
- ab dem 16. Mai 2025 werden zusätzliche Wertzölle in Höhe von 25 % auf die Einfuhren der in Anhang II der Durchführungsverordnung 2025/778 aufgeführten und spezifizierten Waren erhoben;
- ab dem 16. Mai 2025zusätzliche Wertzölle in Höhe von 25 % auf die Einfuhren der in Anhang III der Durchführungsverordnung 2025/778 aufgeführten und spezifizierten Waren erhoben;
- ab dem 1. Dezember 2025 zusätzliche Wertzölle in Höhe von 25 % auf die Einfuhren der in Anhang IV der Durchführungsverordnung 2025/778 aufgeführten und spezifizierten Waren erhoben.
Diese Maßnahmen treten mit 15. April 2025 in Kraft und werden gemäß Durchführungsverordnung (EU) 2025/786(Amtsblatt L, 2025/786, 14. April 2025) bis zum 14. Juli 2025 ausgesetzt.
Diese Gegenmaßnahmen können jederzeit wieder in Kraft gesetzt werden, sollte es mit den USA zu keiner Verhandlungslösung kommen.
Hinweis: Infopoint US-Zölle - Österreich - WKO wird so rasch wie möglich aktualisiert.
Mit den von US-Präsident Donald Trump eingeführten 20-Prozent-Zöllen auf sämtliche EU-Produkte geraten zentrale Exportbranchen unter Druck – auch in der Steiermark. Betroffen ist vor allem die Hightech-Industrie: Hersteller von Spezialmaschinen und Geräten für Luft- und Raumfahrt, bei denen technologisches Know-how eine Schlüsselrolle spielt.
Karl Hartleb, Geschäftsführer des ICS, bringt es auf den Punkt: „Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass amerikanische Anbieter dieselbe Qualität und Technologie eins zu eins liefern können – das funktioniert so nicht. Mittelfristig könnten sich jedoch in den USA neue Geschäftsfelder entwickeln, in die entweder amerikanische Unternehmen vordringen oder in die europäische Firmen direkt vor Ort investieren.“
Doch dieser Wandel ist für amerikanische Firmen weder schnell noch günstig. Die Frage bleibt, wie lange die derzeitige US-Politik Bestand hat. Bis dahin gilt es für steirische Unternehmen, strategisch zu diversifizieren und neue Handelspartner außerhalb der USA ins Auge zu fassen.
Auch Manfred Kainz von der WKO Steiermark rechnet mit einer längeren Anpassungsphase – möglicherweise mehrere Wochen – bis Wirtschaft und Außenhandel auf die neuen Rahmenbedingungen reagieren können.
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Die neuen und zusätzlichen US-Zölle stellen insbesondere für ein exportorientiertes Land wie Österreich eine äußerst negative Entwicklung dar. Zumal die USA ein wichtiger Wachstumsmarkt für unsere Exportwirtschaft sind. Viele Unternehmen haben sich bereits auf diese Herausforderung eingestellt, um die Auswirkungen der erhöhten Zölle so weit wie möglich abzumildern. Besonders betroffen sind exportintensive Industrien, und dies nicht nur direkt, sondern auch indirekt durch US-Zölle, die gegen andere Handelspartner wie Mexiko, Kanada oder Japan verhängt wurden.
Die EU muss jetzt geschlossen wie entschlossen reagieren und eine starke Antwort geben, die gleichzeitig eine kluge und zeitnahe Lösung auf dem Verhandlungstisch offenlässt. Eine weitere Eskalation des Handelskonflikts würde jedenfalls gravierende Nachteile für beide Seiten des Atlantiks mit sich bringen - sowohl für Unternehmen als auch für die Verbraucher. Der funktionierende Außenhandel mit den USA darf dabei keinesfalls aufs Spiel gesetzt werden.
WKÖ-Fahrzeugindustrie – Tutner: „Rasche, aber überlegte Reaktion auf US-Zollpolitik gefordert“
Fahrzeughersteller-Branchensprecher Hansjörg Tutner: „Die USA sind für Österreichs Automobilindustrie nach Deutschland der wichtigste Exportmarkt“
Wien (OTS) — „Auch wenn die Gesamtexportquote der europäischen Länder in die USA nur wenige Prozent beträgt - für die österreichische Automobilindustrie sieht das anders aus: Hier sind die USA nach Deutschland der wichtigste Exportmarkt. Zudem werden viele Produkte österreichischer Zulieferbetriebe in Deutschland weiterverarbeitet und gelangen so über Deutschland in die Vereinigten Staaten“, ruft Hansjörg Tutner, Obmann-Stellvertreter des Fachverbandes der Fahrzeugindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), in Erinnerung.
„Tatsache ist, dass sich die Europäische Union derzeit in einer schwierigen Situation befindet. Angesichts der zusätzlichen US-Zölle wird es für Verhandlungen auf Augenhöhe notwendig sein, gegenüber der US-Regierung Stärke zu zeigen“, so Branchensprecher Tutner weiter. „Bei all dem sollte das übergeordnete Ziel die Abschaffung der gegenseitigen Zölle sein“.
„Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch klarzustellen, dass die Erhebung einer Umsatzsteuer alle Fahrzeuge unabhängig vom Herkunftsland gleichermaßen betrifft und kein Argument für US-Zölle sein kann. Zudem wirken sich Zölle nicht nur negativ auf Hersteller außerhalb der USA aus, sondern in hohem Maße auch auf die amerikanischen Verbraucher. Zudem gefährden sie hunderttausende Arbeitsplätze, da mehrere europäische Automobilhersteller große Werke in den USA betreiben und ihre Produkte teilweise wieder nach Europa exportieren“, hält Hansjörg Tutner auch fest.
Und: „Neben Europa sind auch Länder wie China, Südkorea, Mexiko, Großbritannien oder Japan von den US-Zöllen betroffen. Wir sollten daher darüber nachdenken, gemeinsam aufzutreten, um bei den Verhandlungen, die so schnell wie möglich stattfinden sollten, eine bessere Position zu haben“, skizziert Hansjörg Tutner abschließend ein mögliches weiteres Vorgehen.
Mit einer Rückkehr zu protektionistischen Maßnahmen verschärft die US-Regierung unter Präsident Trump erneut den Ton in der Handelspolitik: Es gelten neue landesweite Zölle von 25 % auf Importe von Stahl, Aluminium und Autos – mit wenigen Ausnahmen. Zwar werden EU-Produkte "nur" mit dem Branchensatz von 25 % belegt und nicht zusätzlich mit dem umfassenderen Länderzoll, doch die Auswirkungen auf exportorientierte Betriebe bleiben erheblich.
Trump macht hiermit klar: Wer zollfrei exportieren will, soll in den USA produzieren. Bestehende Produktionsstandorte in den USA gewinnen somit an strategischer Bedeutung.
Für steirische Unternehmen, insbesondere in der Metallverarbeitung und im Automobilzulieferbereich, könnten dadurch höhere Exportkosten und eingeschränkter Marktzugang entstehen.
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25 Prozent Importzölle auf alle Autoteile, die nicht in den USA hergestellt werden: So viel will US-Präsident Donald Trump ab 2. April einheben. Das sei keine Überraschung, sagte der Geschäftsführer des ICS, Karl Hartleb im Interview mit dem ORF: „Wir haben zum Beispiel auf Pick-up-Trucks aus den USA 20, 25 Prozent Zölle. Also es ist jetzt nicht ganz unerwartet. Aber natürlich sind wir ein Automotive-Land auch in der Zulieferung, und unsere Kunden sind stark betroffen.“
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Mit der Gründung von MSG Americas, Inc. in den Carolinas expandiert der steirische Spezialist für mechatronische Fahrzeuglösungen MSG Mechatronic Systems GmbH erfolgreich in die USA.
Der Markteintritt in die USA markiert einen strategisch wichtigen Schritt in der globalen Expansionsstrategie des Unternehmens. Mit MSG Americas, Inc. wird nicht nur die Marktpräsenz in Nordamerika ausgebaut, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, Kunden vor Ort noch besser zu betreuen und neue Geschäftschancen zu erschließen. Das neue Vertriebsbüro in Greenville ist bereits bezogen und bis Spätsommer wird die Entscheidung über den US-Produktionsstandort getroffen.
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Von den ersten Kursen zur internationalen Marke – wie Ofner – Der Backprofi den amerikanischen Raum erobert.
Nach rund eineinhalb Jahren intensiver Gespräche und Vorbereitungen ist es im März 2025 so weit: „Ofner – Der Backprofi“ geht nach Amerika! Der Impuls zur US-Expansion kam durch den Grazer Star-Tätowierer Mario Barth, der seit 30 Jahren in den USA lebt und seit jeher die Liebe zu hausgemachtem Brot bewahrt hat. Im Oktober 2023 fand in Las Vegas ein erster Backeinsatz statt, bei dem getestet wurde, wie amerikanische Konsument:innen auf das traditionelle österreichische Roggenbrot reagieren. Die Resonanz war durchweg positiv – die Amerikaner:innen zeigten sich begeistert vom einzigartigen Geschmack und den traditionellen Gewürzen. Basierend auf den Ergebnissen dieser Markterkundung wurden fünf maßgeschneiderte Bio-Backmischungen für den amerikanischen Markt entwickelt.
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Gregor Vogrin - Managing Partner bei Syngroup Management Consulting LLC. - mit einem Update zum Thema US-Zölle:
- Aktuell herrscht Chaos (keine wirklich große Überraschung) und Unklarheit nicht zuletzt auf Government Seite. Wir sehen mit dem Startdatum von Zöllen auf Stahl und Aluminium letzte Woche einen Mehraufwand bei Customs Clearance Prozessen. Man ist aktuell tatsächlich vom jeweiligen Sachbearbeiter und deren Regel-Auslegung abhängig.
- Wir haben einige Clients, die aus den USA auch das Canada Business machen. Canada hat als Antwort auf US tariffs retaliatory CA tariffs imposed. Die Produktlinien unserer Kunden sind entweder nicht betroffen bzw. haben wir auf direkte Belieferung des CA Marktes aus AT umgestellt.
- Grundsätzlich hat der US Markt aber laut VWL-Textbuch agiert: Mit der Ankündigung der Stahl- und Alu-Zölle stieg der jeweilige Preis beinahe sofort. In weiterer Folge wurden die Zölle dann eingepreist und an den Markt weiter gegeben. Das ist nicht gut für den Markt, aber gut für meine AT Clients, die hier mit einem blauen Auge davon kommen (Margen-Verlust lediglich beim existierenden Order Book, die ohne Zoll-Einpreisung abgewickelt werden müssen). Es gibt sogar Tendenzen von US Wettbewerbern, dass in bestehende Verträge über Force Majeure Clauses Preiserhöhungen vorgenommen werden.
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Die USA setzten weltweit Zölle von 25 % auf Stahl und Aluminium in Kraft. Die EU reagierte umgehend und kündigte Gegenmaßnahmen in Form von Zöllen auf US-Importe im Wert von 26 Milliarden Euro (28 Milliarden US-Dollar) an, die ab nächsten Monat gelten sollen. Die neuen US-Strafzölle könnten steirische Zulieferbetriebe, insbesondere in der Metallverarbeitung und der Automobilindustrie, empfindlich treffen. Steigende Rohstoffkosten für Aluminium und Stahl könnten die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen, während Handelskonflikte mit den USA den Zugang zu wichtigen Exportmärkten erschweren. Unternehmen sollten sich auf mögliche Preisanstiege und neue Handelshemmnisse vorbereiten.
Das Grazer Smart-Lock-Scaleup Nuki bringt mit dem „Smart Lock Pro“ und „Smart Lock Go“ zwei neue Produkte auf den Markt – schneller, smarter und noch benutzerfreundlicher. Damit peilt das Unternehmen eine Expansion in die USA und nach Skandinavien an. Das Ziel: Innerhalb von zwei Jahren fünf Prozent Marktanteil in den USA zu erreichen.
Ein geplatzter Mega-Deal mit weitreichenden Folgen: Die USA wollten sich bevorzugten Zugang zu den wertvollen Rohstoffen der Ukraine sichern – doch nach einem Eklat im Weißen Haus liegen die Verhandlungen vorerst auf Eis. Besonders für europäische Unternehmen könnte dies zur Belastungsprobe werden.
Hintergrund des Deals war die geopolitische Strategie der USA, ihre Abhängigkeit von China zu verringern. Die Ukraine verfügt über enorme Vorkommen an Lithium, Titan und Seltenen Erden – essenziell für High-Tech, E-Mobilität und die Rüstungsindustrie. Besonders betroffen von möglichen Marktverschiebungen sind europäische Autohersteller wie Volkswagen und BMW, die auf Lithium für Batterien angewiesen sind, sowie Chiphersteller wie Infineon. Sollte die Ukraine ihre Rohstoffe verstärkt an die USA liefern, könnten Preise explodieren und europäische Firmen in einen massiven Wettbewerbsnachteil geraten. Trotz des geplatzten Deals zeigt sich Präsident Selenskyj offen für neue Verhandlungen – und Europas Wirtschaft hält den Atem an.
Am 20. März organisiert der U.S. Commercial Service einen exklusiven Pitching-Wettbewerb für österreichische Startups, die den US-Markt erobern wollen. Der Gewinner erhält eine kostenlose Teilnahme am renommierten SelectUSA Investment Summit im Mai sowie ein Flugticket im Wert von 1.500 USD – gesponsert von Google Cloud und happtiq.
Alle Infos: HIER
Nach dem großen Erfolg beim European Product Design Award im Dezember 2024 sorgt das Grazer Unternehmen Aurox erneut für Aufsehen in der internationalen Beauty- und Wellnessbranche. Ihr innovatives Anti-Aging-Produkt Temprastones wurde jetzt mit dem renommierten Wellness & Longevity Choice Award 2025 in Miami, Florida, ausgezeichnet.
Seit 2005 haben sich die österreichischen Warenexporte in die USA fast verdreifacht (+188 %), 2023 waren die USA bereits der zweitgrößte Handelspartner. Doch Handelskonflikte und Zölle könnten das Momentum bremsen. Jetzt heißt es: strategisch diversifizieren und den transatlantischen Dialog stärken!
Die USA unter Donald Trump schließen Friedensgespräche mit Russland – ohne europäische oder ukrainische Beteiligung. Während Delegationen aus Washington und Moskau in Saudi-Arabien verhandeln, bleibt Europa außen vor. Zugleich zeigte das Treffen tiefe Uneinigkeiten: Macron drängt auf europäische Bodentruppen, doch ohne klare Zustimmung.
Beim hastig einberufenen Pariser Sicherheitsgipfel konnte keine Einigung erzielt werden, weder über eine mögliche Entsendung von Truppen in die Ukraine noch über neue Verteidigungsinitiativen ohne die USA.
Die US-Handelspolitik steht durch die neue Regierung unter Donald Trump vor vielen potenziellen Veränderungen. Mit welchen Herausforderungen, aber auch Chancen können österreichische Unternehmen mit Beziehung zu den USA im Jahr 2025 rechnen?
VERANSTALTUNGEN
Aus der Steiermark in die USA
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