imFOKUS United Kingdom | Brexit

Das Fokusprogramm 2019

Aus gegebenem Anlass wurde als Fokusregion 2019 das Vereinigte Königreich und der Schwerpunkt Brexit vom Aufsichtsrat des ICS ausgewählt.

Ziel dieses Länderschwerpunkts ist es, steirische Unternehmen über aktuelle Entwicklungen hinsichtlich des Brexit zu informieren und auf die bevorstehenden Änderungen in der Exportabwicklung vorzubereiten. Weiters sollen Marktchancen und Trends, die auch nach dem Brexit in der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas bestehen, aufgezeigt werden.

"Das Vereinte Königreich ist der viertwichtigste Exportmarkt für die Steiermark und erzielte im ersten Halbjahr 2018 ein Plus von 53% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017."

In diesem Zusammenhang sind branchenspezifische Veranstaltungen, wie beispielsweise zur Industrial Strategy und den damit verbunden Themen Mobilität, Nachhaltigkeit/ Green Tech/ Clean Growth, Artificial Intelligence/ Data, Ageing Society/ Health Tech etc. geplant.

Zur Vorbereitung unserer steirischen Unternehmen auf geänderte Rahmenbedingungen post Brexit bzw. zur Unterstützung in der Markterschließung- und bearbeitung werden Veranstaltungen bzw. Workshops, zu Themen wie: Wirtschaft, Steuern und Recht etc. angeboten.

FAQs

Brexit: Auswirkungen | Vorbereitung | Szenarien | Zukunft
Wie sehr wird der BREXIT die steirische Wirtschaft treffen?

Mit einem Volumen von rund 1,2 Mrd. Euro 2018 ist das VK der viertwichtigste Exportmarkt für die Steiermark, das heißt natürlich werden die Auswirkungen des Brexit auch für uns spürbar sein. Eine IFO-Studie zum Thema „Ökonomische Effekte des Brexit […]“ besagt, dass wir österreichweit mit einem BIP Impact von lediglich 0,1% an Kosten rechnen müssen, für die Steiermark entspricht dies rund 45-60 Mio EUR. Somit werden die Auswirkungen für die heimischen Unternehmen überschaubar bleiben.

Wie können sich steirische Firmen auf den BREXIT vorbereiten?

Wir raten den Unternehmen, sich mit dem Thema Export in ein Drittland auseinanderzusetzen, insbesondere mit Zollverfahren, Transport & Logistik und man sollte sich auf Verzögerungen bei Lieferungen einstellen.
Informieren Sie sich regelmäßig über Brexit-Updates. Hier stehen Ihnen die WKO Steiermark, die eigens konzipierte Brexit-Website der Abteilung Europa & Außenbeziehungen des Landes Steiermark und das ICS mit zahlreichen Info-Veranstaltungen und der Brexit-Hotline (0316 601-400) zur Seite! Lesen Sie auch unser ICS Brexit-Update.

Wo stehen wir aktuell im Brexit-Dschungel?
  • Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich das VK und die EU letztendlich Ende 2019 auf einen Austrittsvertrag, dem auch das britische Parlament zustimmte. Am 31.01.2020 erfolgte der Deal-Brexit: Das Vereinigte Königreich ist nunmehr formell kein EU-Mitglied mehr, wird aber während der Übergangsphase bis mind. 31.12.2020 wie ein solches behandelt. Das bedeutet, dass es bis Jahresende 2020 keine Änderungen in der Geschäftstätigkeit mit dem Vereinigten Königreich geben wird. Nach Ende der Übergangsfrist verlässt das VK sowohl Binnenmarkt als auch Zollunion der EU und wird somit zum Drittstaat.
  • Während der Übergangsphase soll ein Nachfolgeabkommen, das die Beziehung zwischen der EU und dem VK regelt, erarbeitet werden. Die einmalige Verlängerung der Übergangsphase ist bis maximal Ende 2022 möglich; der einstimmige Beschluss dazu muss bis spätestens 01.07.2020 getroffen werden.
  • Sollte bis zum Ende der Übergangsphase kein neues Abkommen in Kraft und auch keine Verlängerung dieser Phase beschlossen sein, droht wiederum ein Hard Brexit mit 31.12.2020.
Wird das Vereinigte Königreich auch künftig ein wichtiger Exportmarkt bleiben?

Ja, denn der Brexit bedeutet nicht, dass sich der Export in das VK nicht mehr lohnt. Vielmehr geht es darum Lieferketten zu überdenken bzw. neu zu gestalten und auf zusätzliche bürokratische Aufgaben vorzubereiten und diese auch einzukalkulieren. Vor allem für hochwertige steirische Produkte, Technologien und Nischenplayer wird VK, als zweitgrößte Volkswirtschaft Europas, auch nach dem Brexit langfristig ein sehr interessanter Exportmarkt bleiben. Lesen Sie dazu auch den aktuellen Wirtschaftsbericht des Außenwirtschaftscenters London.

Die steirische Wirtschaftsreise in das Vereinigte Königreich

Höhepunkt im Jahr 2019 war eine steirische Delegationsreise in das Vereinigte Königreich unter der Leitung von Wirtschaftslandesrätin MMag. Barbara Eibinger-Miedl, von 02. – 04. Oktober. Im Rahmen dieser Reise wurde den rund 45 TeilnehmerInnen (Unternehmen, VertreterInnen aus dem F&E Bereich und weiteren Organisationen und Stakeholdern) die Möglichkeit geboten, initiale Kontakte zu knüpfen und den Markt UK zu sondieren.

Nähere Informationen, Bildergalerie und Videotagebuch in unserem Reiserückblick.

“Die Reise gab uns einen spannenden Einblick in die Zukunftstechnologien der Automobilbranche und wir haben gesehen, dass Großbritannien auch nach dem Brexit ein spannender Markt für steirische unternehmen bleibt.”
„Die steirische Wirtschaftsreise nach UK im Oktober 2019 war nicht nur äußerst gut organisiert, sondern konnte mit einem ausgewogenen Programm überzeugen und bot die Möglichkeit für zahlreiche neue Kontakte.”

Nützliche Links & Websites

Kommende Veranstaltungen zum Fokusprogramm

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