Rückblick | Das war das KI-Update für den Export
Assistenz, Automatisierung, Aha-Momente: Was KI heute im Export leistet
„Es geht nicht um die KI-Tools, sondern um die Geschäftsprozesse.“ – dieser Satz des langjährigen ICS-Kooperationspartners und KI-Coach Lothar Lackner blieb hängen, und das zurecht. Denn bei unserem ICS-KI-Update am 21. Mai wurde einmal mehr klar: Generative KI entfaltet ihren wahren Nutzen nicht in der Tool-Schlacht, sondern dann, wenn sie in echte Herausforderungen von Exportunternehmen eingebettet wird.
Gemeinsam mit ICS-Expertin Iris Edler-Stiegler nahm Lackner die über 60 Teilnehmer:innen mit auf eine praxisnahe Reise durch die neuesten Entwicklungen – von smarten Assistenten über Deep Research bis hin zu autonomen Agenten, die Recherchen, Marktanalysen und Follow-ups automatisieren.
Am Beispiel eines potenziellen Bio-Müsliriegel-Exports nach Japan wurde eindrucksvoll gezeigt, wie KI bei Marktanalysen auf Knopfdruck, interkulturellen Trainings und Messevorbereitungen unterstützen kann. Dabei kamen auch Konzepte wie RAG (Retrieval Augmented Generation) zum Einsatz, mit denen sich eigene Unternehmensdaten intelligent in KI-Workflows integrieren lassen.
Die gezeigten Use Cases sorgten für viele Aha-Momente – wie auch die Rückmeldungen der Teilnehmer:innen bestätigten: „Ich habe die tollen Praxisbeispiele besonders spannend gefunden. Auch die schnelle Vortragsart und damit sehr viel Info hat mir super gepasst!“, „Sehr guter Vortrag mit vielen wichtigen Praxisbezogene Inhalten. Top!“, oder „Sehr hilfreich, um den Alltag effizienter zu gestalten!“.
Ein weiteres zentrales Thema war das Prinzip Human in the Loop & Risiken sogenannter Halluzinationen – also falsche oder irreführende KI-Antworten. Denn, KI kann vieles automatisieren, doch gerade im Export, wo kulturelle Feinheiten und rechtliche Präzision entscheidend sind, bleibt der Mensch als prüfende Instanz unverzichtbar. Umso erschreckender die Ergebnisse einer aktuellen Studie von EY, die besagt, dass gerade einmal ein Viertel der Befragten aus Deutschland KI-generierte Inhalte gegenchecken, womit unsere Nachbarn sogar unter dem weltweiten Schnitt von 31% liegen.
Auch besonders spannend: Alternativen zur Cloud-basierten Nutzung. Stichwort On-Premise KI – also Systeme, die lokal betrieben werden und höchste Kontrolle über sensible Unternehmensdaten ermöglichen. Sind hier höhere Anfangsinvestitionen oft ein Hemnis, stehen jedoch in keiner Relation zu Datensicherheit und Unabhängigkeit von Anbietern und Internetverbindung.
Wohin die Reise gehen wird? Lothar Lackner bleibt bewusst vage – doch eines steht für ihn fest: „Wir suchen nicht mehr das eine Tool, das alles kann – sondern definieren Geschäftsprozesse, für die spezialisierte Tools unsere Arbeit effizienter machen können.“
Empfehlenswert dazu die jüngsten Releases von Microsoft und Google, praktisch zusammengefasst von CNET in jeweils 15 Minütigen Clips:
Abgerundet wurde das Event durch ein kompaktes Update zu den aktuellen go-international-Förderprogrammen, vorgestellt von ICS-Förderexpertin Marion Kikinger.

