25. September 2026

Recap | Circular Economy Workshop

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Wie lässt sich Kreislaufwirtschaft vom strategischen Ziel in die betriebliche Praxis übersetzen?

Genau darum ging es Ende September bei der Workshopreihe „Circular Economy“ des ICS. Im Mittelpunkt standen konkrete Werkzeuge, digitale Lösungen und praxisnahe Ansätze, mit denen Industrieunternehmen Ressourcen effizienter einsetzen, Material- und Energieverbräuche optimieren und Kreisläufe Schritt für Schritt schließen können.

Von der Ökobilanz zur konkreten Maßnahme

Im ersten Modul lag der Fokus auf Life Cycle Assessment (LCA) und digitalen Werkzeugen für die Produktionsoptimierung. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit Grundlagen und aktuellen Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft, der Anwendung von Ökobilanzen sowie mit nachhaltigem Produktdesign und Produktionsstrategien. Dabei ging es vor allem um eine zentrale Frage: Wo entstehen im eigenen Unternehmen die größten ökologischen und wirtschaftlichen Hebel?

Themen wie Material- und Energieeinsatz, Abfallströme sowie Monitoring und Erfolgsmessung zeigten, wie Unternehmen Verbesserungspotenziale systematisch sichtbar machen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten können.

Kreislaufwirtschaft in der Praxis

Das zweite Modul rückte die praktische Umsetzung in den Mittelpunkt. Anhand konkreter Lösungsansätze und Best Practices wurden Möglichkeiten aufgezeigt, Kreislaufwirtschaft direkt in bestehende Produktionsprozesse zu integrieren.

Behandelt wurden unter anderem:

  • Lean Production und Produktionsoptimierung
  • Materialrückgewinnung und Recyclingstrategien
  • Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien
  • Einsatz recycelter Materialien
  • digitale Lösungen für Circular Economy

Damit spannte die Workshopreihe den Bogen von der Analyse bis zur Umsetzung – mit einem klaren Fokus auf Maßnahmen, die für produzierende und verarbeitende Unternehmen tatsächlich anwendbar sind.

Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsfaktor

Kreislaufwirtschaft bedeutet längst mehr als Ressourcenschonung. Effizientere Materialflüsse, geringere Energieverbräuche und neue Produktionsstrategien können dazu beitragen, Kosten zu reduzieren, regulatorische Anforderungen besser zu bewältigen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.

Mit der Workshopreihe unterstützte das ICS Unternehmen dabei, dieses Potenzial greifbar zu machen und konkrete nächste Schritte für den eigenen Betrieb zu entwickeln.

Mehr zum Thema Kreislaufwirtschaft und zum Projekt REUSE2030:
Im Zuge des europäischen Projekts REUSE2030 arbeitet das ICS gemeinsam mit internationalen Partnern daran, Circular-Economy-Prinzipien insbesondere im Maschinenbau und verwandten Industriezweigen stärker in die Unternehmenspraxis zu bringen. Dafür wurden unter anderem digitale Werkzeuge, Best Practices und Lernressourcen entwickelt.