Japan Follow-up
Japan steht weiterhin im Fokus der steirischen Wirtschaft!
Beim Follow-up zur ICS-Japanreise vom Juni trafen sich Anfang September Landesrat Willibald Ehrenhöfer, die Vizepräsident:innen der WKO Steiermark Gabi Lechner und Herbert Ritter mit den Reiseteilnehmer:innen, Vertreter:innen japanischer Niederlassungen in der Steiermark und Japan-interessierten Wirtschaftstreibenden zur Nachbesprechung und zur Besprechung weiterer konkreter Schritte. Unter Leitung von ICS-Chef Karl Hartleb diskutierten Hugo Karre von TDK, Rosmarie Fujiko Netzer, Leiterin des Fernostreferats der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und Verantwortliche für das Road to Expo Japan Programm der WKÖ und des Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, und Michael Laschan, Unternehmer und vormaliger Leiter der Asien-Abteilung des österreichischen Wirtschaftsministeriums, auf der Burg Rabenstein, die selbst einen starken Japan-Bezug hat, über das Japan von heute und morgen.
Fazit
Japan bleibt einer der Technologieführer, der Konkurrenzkampf mit der Volksrepublik China wird aber zunehmend härter. Dem entspricht auch der Versuch Japans, sich regional stärker zu vernetzen, was angesichts der geschichtlichen Vorbelastung aber nicht einfach ist. Allerdings gibt es gerade mit Taiwan im Seminconductor-Bereich und Korea und Indien Fortschritte. Das Verhältnis mit den USA gestaltet sich zunehmend schwierig, was das japanische Interesse an Europa stärkt, auch in Hinsicht auf mögliche Investitionen und Zukäufe. Das Verhältnis mit Österreich habe sich in den vergangenen Jahren verbreitert und vertieft, wobei gerade auch die österreichische Technologiebasis das japanische Interesse geweckt hat. Joint R&D calls der FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH unterstützen hier das gegenseitige Interesse. Japan bleibt interkulturell und sprachlich eine Herausforderung, der Beziehungsaufbau – der absolut notwendig ist – ist langwierig. Trotz der hierarchischen Struktur werden Entscheidungen konsensual getroffen, was Zeit in Anspruch nimmt, dann aber eine sehr rasche Umsetzung ermöglicht. Im Erfolgsfall sind Beziehungen mit japanischen Geschäftspartner:innen sehr tragfähig, wichtig ist dabei aber, intensiv in Kontakt zu bleiben und auch auf die Zwischentöne zu hören, da Probleme idR nicht offen kommuniziert werden.
Facts
Derzeit ist die Steiermark für mehr als ein Drittel der österreichischen Japan-Exporte von rund EUR 1,5 Mrd. verantwortlich, das Schwergewicht liegt hier im Bereich Fahrzeuge und Fahrzeugtechnik, Maschinenbau & Prüf- und Messgeräte.

