12. Januar 2026

Exportbilanz für die Steiermark im ersten Halbjahr 2025

Exporte: Steiermark bleibt stabil trotz bundesweitem Rückgang

Die Exportwirtschaft der Steiermark verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 einen Rückgang um 2,8 % auf 14,1 Mrd. Euro. Damit erzielt die Steiermark eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahresrückgang von 5,1 %. Im bundesweiten Vergleich liegt unser Bundesland damit auf Platz 4 und zugleich auch im österreichischen Durchschnitt. Besonders stark betroffen war das Burgenland mit einem Minus von 4,4 %, während Kärnten als einziges Bundesland ein Exportplus von +2,1 % erzielte. Mit einem unveränderten Anteil von 15,0 % an den österreichischen Gesamt-Exporten hält die Steiermark ihre Position hinter Oberösterreich (25,4 %), Wien (15,4 %) und Niederösterreich (15,1 %). Die Handelsbilanz bleibt positiv: Das Exportvolumen überstieg die Importe um +3,72 Mrd. Euro, was den zweiten Platz nach Oberösterreich (+5,87 Mrd. Euro) sichert.

„Die Exportzahlen 2025 zeigen endlich eine Dynamisierung der Exporttätigkeit gegenüber Deutschland, unserem wichtigsten Wirtschaftspartner, die in erster Linie mit den deutlich steigenden Ausgaben der öffentlichen Hand, aber auch mit der nun wieder leicht zunehmenden Investitionstätigkeit der deutschen Unternehmen im Zusammenhang steht. Hingegen hat die USA 2025 als Exportdestination für die Steiermark im vergangenen Jahr doch etwas an Bedeutung verloren, zählt aber weiterhin zu den wichtigsten Absatzmärkten. Die von der US-Administration auf Grund der Zollpolitik erhoffte Investitionswelle ist bisher aber auch seitens der steirischen Betriebe ausgeblieben. Angesichts der unbestrittenen Bedeutung des US Markts und der Notwendigkeit einer weiteren Diversifikation der Exportmärkte bleiben die Vereinigten Staaten auch zukünftig ein wichtiges Zielland für Foreign Direct Investment (FDI)."

Importe: Regionale Unterschiede prägen die Entwicklung

Während Österreichs Importe um +3,6 % stiegen, blieben die steirischen Einfuhren mit −0,1 % nahezu stabil. Deutliche Importzuwächse verzeichneten hingegen Tirol (+15,8 % bzw. +1,11 Mrd. Euro) und Wien (+12,5 % bzw. +2,83 Mrd. Euro), während das Burgenland (−3,8 % −0,06 Mrd. Euro) und Oberösterreich (−3,5 % bzw. −0,66 Mrd. Euro) Rückgänge hinnehmen mussten.

"Die aktuellen Exportzahlen machen deutlich, dass die steirische Wirtschaft in einem schwierigen internationalen Umfeld steht, sich aber in zentralen Märkten weiterhin behaupten kann. Rückgänge in einzelnen Ländern dürfen nicht den Blick darauf verstellen, dass unsere Betriebe auf den europäischen Märkten – trotz vieler Herausforderungen – Wachstum erzielen." Quelle: Wirtschaftsnachrichten.at

Die Top 3-Exportmärkte der Steiermark im 1. HJ 2025:

  1. Deutschland (+ 2,2% auf 3,81 Milliarden Euro)
  2. USA (+ 2,1 % auf 1,96 Milliarden Euro)
  3. Italien (- 1,6 % auf 906 Millionen Euro)

Obwohl sich der Exportrückgang auf China im Bereich Fahrzeuge und Fahrzeugteile zurückführen lässt, bleibt das Land als vierte Position ein wichtiger Exportpartner (-44 Prozent auf 4,5 Mio. Euro), dicht gefolgt von der Schweiz (- 8 Prozent auf 4,4 Mio. Euro).

USA bleibt weiterhin wichtiger Partner

Trotz der herausfordernden geopolitischen Lage, bleibt die USA weiterhin ein wichtiger Exportpartner für die Steiermark. Mit einem Exportpotential von 10,2 Milliarden bis zum Jahr 2030 stellt das Land die größten Exportmöglichkeiten für Unternehmer:innen bereit.

Die Top Warenexporte der Steiermark im 1. HJ 2025:

Im Hinblick auf die Produkte lässt sich ein Rückgang bei Waren der Gruppe „Waren aus Eisen und Stahl“ (-11,1 Prozent auf 1 Mrd. Euro), „Eisen & Stahl“ (-8,6% auf 8,6 Mio. Euro), sowie „Papier und Pappe, Waren aus Papierhalbstoff, Papier/Pappe“ (-6,5% auf 8 Mio. Euro) beobachten.

Positiv zu verzeichnen ist jedoch ein Exportwachstum bei „Pharmazeutische Erzeugnisse“ (+24,6% auf 4,5 Mio. Euro) , „Holz- und Holzwaren, Holzkohle“ (+10,9% auf 4,1 Mio. Euro) und „Kunststoffe und Waren daraus“ (+6,7% auf 3,4 Mio. Euro)

Die Liste der wichtigsten Exportgüter der Steiermark führen insgesamt dabei weiterhin „Zugmaschinen, Kraftfahrzeuge, Traktoren, Motor- Fahrräder“ (mit 2,9  Milliarden Euro), „Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, Apparate & mech. Geräte“ ( mit 2,1 Milliarden Euro) sowie „Elektrische Maschinen, Apparate, elektrotechnische Waren“ (mit 1,3 Milliarden Euro) an.