Nachbericht: Startup Salon | How to enter Japan
Am 22. Oktober trafen sich interessierte (Jung-)Unternehmen im ICS, um beim Startup Salon wertvolle Einblicke in den japanischen Markt zu gewinnen. Unter dem Titel „How to enter Japan“ boten die ICS-Expertinnen Daniela Guß und Lisa-Maria Katholnig eine spannende Mischung aus Fachwissen, Praxisberichten und Networking-Möglichkeiten. Japan, mit seinen über 126 Millionen potenziellen Konsument:innen und einer beeindruckenden Technologieaffinität, ist ein herausfordernder, aber äußerst lohnender Markt für steirische Unternehmen.
Die Japan-Expertinnen des Global Incubator Network Austria (GIN) Chiara Witzemann und My Yen Lau teilten tiefgehende Insights zum Markteinstieg, kulturellen Eigenheiten und möglichen Stolpersteinen. Der Fokus lag dabei auf der Bedeutung einer umfassenden Vorbereitung: Wer in Japan erfolgreich sein will, muss sich nicht nur mit der Sprache und den kulturellen Feinheiten auseinandersetzen, sondern auch bereit sein, langfristig in Beziehungen zu investieren. Ein Beispiel dafür ist die Visitenkartenkultur, die in Japan ein wichtiger Ausdruck von Respekt und Professionalität ist. Die Expertinnen betonten: „Kleinigkeiten machen den Unterschied, gerade im japanischen Business.“
Neben den Tipps der GIN-Expertinnen sorgten Erfahrungsberichte heimischer Start-ups, die bereits den Schritt nach Japan gewagt haben, für großes Interesse. Diese schilderten anschaulich, welche Herausforderungen auf dem Weg zum Erfolg gemeistert werden mussten und wie sich die Investition in den japanischen Markt langfristig auszahlen kann. Besonders beeindruckend war die Hartnäckigkeit, die erforderlich ist: Der Markteintritt braucht Zeit, häufig mehrere Jahre, und erfordert eine kontinuierliche Vor-Ort-Präsenz. Doch die Mühe lohnt sich – wer den langen Atem aufbringt, findet in Japan einen treuen und stabilen Markt.
Ein besonderes Highlight war auch der exklusive Ausblick auf den Österreich-Auftritt bei der EXPO 2025 in Osaka von Rosmarie Netzer, Regionalmanagerin Asien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. Den Teilnehmer:innen wurde die Möglichkeit geboten, sich über die bevorstehenden Chancen für steirische Unternehmen zu informieren, die Teil dieses internationalen Großereignisses sein wollen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein kultureller Bezug hergestellt: Der Osaka-Paravent im Schloss Eggenberg, das älteste existierende Abbild der Stadt Osaka aus dem 17. Jahrhundert, zeigt eindrucksvoll die historische Verbindung zwischen der Steiermark und Japan & wird auch auf der Weltausstellung thematisiert und sogar vom Grazer Künstler Tom Lohner neu interpretiert.
Die Veranstaltung ermöglichte nicht nur das Erlernen von „Do’s und Don’ts“ im japanischen Markt, sondern auch den Austausch mit anderen Unternehmer:innen, die ebenfalls daran interessiert sind, in Asien Fuß zu fassen. Eine inspirierende Plattform, um Chancen auszuloten, Kontakte zu knüpfen und erste Schritte in Richtung Internationalisierung zu setzen.
Die wichtigsten Takeaways für den Markteintritt in Japan:
- Der japanische Markt erfordert eine frühzeitige und umfassende Planung – mindestens zwei Jahre im Voraus.
- Investieren Sie in eine starke Vor-Ort-Präsenz: Langfristiger Erfolg basiert auf Vertrauen und kulturellem Verständnis.
- Fettnäpfchen vermeiden: Japanische Business-Etikette ist einzigartig, respektieren Sie die Kultur und bereiten Sie sich intensiv vor.
- Die EXPO 2025 in Osaka bietet eine große Chance für Sichtbarkeit und Vernetzung!
Wir freuen uns darauf, Sie auch bei den kommenden Startup Salons wieder willkommen zu heißen und Sie auf Ihrem Weg in internationale Märkte zu unterstützen!

