Berufsbildung verbindet: Austausch mit Delegation aus dem südlichen Afrika
Im Rahmen der Dual Education Fact Finding Mission durften wir eine Delegation von Expert:innen aus der beruflichen Aus- und Weiterbildung aus Namibia, Eswatini, Südafrika und Lesotho zu einem zweitägigen Besuch in Graz begrüßen und begleiten.
Die Mission war eine der ersten konkreten Aktivitäten im Rahmen der österreichischen Afrika-Strategie und bot Einblicke in das österreichische System der dualen Ausbildung, Berufsorientierung und Fachkräfteentwicklung.
Bei Sandvik erhielt die Delegation einen praxisnahen Einblick darin, wie Lehrlinge rekrutiert, ausgebildet und während ihrer Ausbildung begleitet werden. Im Talentcenter lernte die Delegation einen praxisnahen Ansatz zur Berufsorientierung kennen. Jugendliche absolvieren dort verschiedene Tests zu ihren motorischen, kognitiven und persönlichen Fähigkeiten und erhalten anschließend eine Auswertung, die ihre Stärken sichtbar macht und passende Berufsfelder aufzeigt. Eine Führung durch das Center of Excellence ergänzte den Besuch und gab der Delegation weitere Einblicke in die berufliche Aus- und Weiterbildung.
Ein weiterer Schwerpunkt war der fachliche Austausch zu unterschiedlichen Ansätzen der dualen Ausbildung und beruflichen Qualifizierung. Daran beteiligten sich neben der Delegation Vertreter:innen des Bundesministeriums, von AEE INTEC, eee Austria – International Projects, dem Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO, CAMPUS 02 und WIFI. Auch Gesandter Stefan Scholz, der maßgeblich an der Entstehung der österreichischen Afrika-Strategie beteiligt war, begleitete die Delegation.
Bei KNAPP erhielt die Delegation im Rahmen einer Unternehmensführung weitere Einblicke in die Praxis eines international tätigen Technologieunternehmens und dessen interne Qualifizierungsprogramme für Fachkräfte.
Auch zwei unserer aktuellen Projekte waren Teil des Programms: Karin Hölbling präsentierte Fit 4 Global Projects, Abigail Garcia stellte DiGEM – Digital Gateway Emerging Markets vor. Beide Initiativen zeigen, wie Unternehmen bei Internationalisierung, Kompetenzentwicklung und dem Zugang zu Emerging Markets unterstützt werden können.
Die zwei Tage zeigten, wie wertvoll der direkte Austausch ist, um unterschiedliche Weiterbildungsansätze kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und konkrete Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit zwischen Österreich und dem südlichen Afrika zu schaffen.

