Africa is not a country – Export Academy zeigte Chancen für steirische Unternehmen
Afrika ist kein einzelner Markt – sondern ein Kontinent voller Märkte.
Genau diese Botschaft stand im Zentrum der Export Academy „Africa is not a country“, die am 17. März 2026 im Rahmen des EU-kofinanzierten Projekts Digital Gateway Emerging Markets (DiGEM) vom ICS organisiert wurde. 12 steirische Unternehmen erhielten die Gelegenheit, sich über wirtschaftliche Entwicklungen, Marktpotenziale und konkrete Geschäftschancen auf dem afrikanischen Kontinent zu informieren.
Projektmanagerin Alexandra Kohrgruber führte souverän durch das Programm und zeichnete sich sowohl für die Organisation als auch für die Moderation der Veranstaltung verantwortlich.
Regionale Perspektiven: Nordafrika und Subsahara-Afrika
Praxisnahe Einblicke lieferten zwei ausgewiesene Afrika-Expert:innen:
- Edith Predorf, Expertin für Subsahara-Afrika, zeigte anhand praktischer Beispiele, welche Chancen sich für internationale Unternehmen in dynamischen Märkten südlich der Sahara ergeben und welche typischen Fehleinschätzungen beim Markteintritt vermieden werden sollten.
- Nordafrika-Experte Dr. Karim Zaki gab Einblicke in wirtschaftliche Entwicklungen und Wachstumsbranchen in Ländern wie Marokko, Algerien, Tunesien und Ägypten.
Besonders hervorgehoben wurden zudem strategisch wichtige Märkte wie Südafrika, Marokko, Ägypten, Kenia und Nigeria, die als regionale Wirtschaftshubs gelten und einen großen Teil des intra-afrikanischen Handels abdecken.
Erfolgsfaktor: Marktlogiken verstehen
Ein zentrales Learning der Academy: Erfolgreiches Business in afrikanischen Märkten hängt nicht nur von Technologie oder Preis ab, sondern stark vom Verständnis lokaler Marktlogiken und kultureller Besonderheiten. Wie Edith Predorf betonte: „Die größte Gefahr beim Markteintritt in Afrika sind nicht Korruption, Infrastruktur oder Politik – sondern falsche Annahmen.“ Vertrauen, persönliche Beziehungen und langfristige Partnerschaften spielen in vielen afrikanischen Märkten eine entscheidende Rolle.
Austausch und Praxisdiskussion
Im anschließenden World Café diskutierten die Teilnehmer:innen gemeinsam mit den Expert:innen zentrale Erfolgsfaktoren für Geschäftsaktivitäten in Afrika – von lokalen Partnernetzwerken über Markteintrittsstrategien bis hin zu kulturellen Besonderheiten in der Zusammenarbeit.
Der offene Austausch zeigte deutlich: Viele steirische Unternehmen beschäftigen sich bereits intensiv mit neuen Wachstumsmärkten und sehen Afrika zunehmend als strategisch interessante Zukunftsregion.
Unterstützung durch DiGEM
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Überblick über aktuelle Fördermöglichkeiten für Internationalisierung. Neben der Internationalisierungsoffensive go-international wurde insbesondere DiGEM vorgestellt.
Das Projekt unterstützt steirische Unternehmen beim Einstieg in Wachstumsmärkte mit bis zu 75 % Förderung für Beratungsleistungen, etwa für Marktdiversifikation, Digitalisierung oder internationale Fachkräfteakquise.
Fazit
Die Export Academy machte deutlich: Afrika ist kein einzelner Markt – sondern ein vielfältiger Kontinent mit zahlreichen Chancen für international tätige Unternehmen.
Wer regionale Unterschiede versteht, lokale Partnerschaften aufbaut und langfristig denkt, kann sich in vielen afrikanischen Märkten attraktive Geschäftsmöglichkeiten erschließen
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Alexandra Kohrgruber | Projektmanagerin DiGEM
T +43 316 601 275
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