25. November 2014

Das war die BRICS-Konferenz 2014

Am 13. November 2014 fand in der WKÖ eine BRICS-Konferenz mit verschiedenen Diskussionen/Vorträgen und einer Key Note Speech von Rachel Ziemba statt.

Die diesjährige BRICS – Konferenz stand unter dem Motto „BRICS vs NAFTA – The Ups and Downs in the Economic Order“. Trotz dem Ende des BRICS-Jahrzehnts war die eindeutige Message der Konferenz, dass die beiden Wirtschaftsräume BRICS und NAFTA die Kraftzentren der globalen Wirtschaft sind. Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ, hob gleich zu Beginn der Veranstaltung hervor, dass der Begriff BRICS heute als Synonym für alle Emerging Markets steht. Besonders stechen derzeit allerdings die NAFTA-Länder hervor, deren Exportzuwachs bei ca. 7% liegt. Eine tragende Rolle im NAFTA-Raum nimmt die USA ein, wo ein Wirtschaftswachstum von 3% im Jahr 2015 erwartet wird. Keynote-Speakerin Rachel Ziemba, Director Emerging Markets, Roubini Global Economics UK, wies bei den Emerging Markets explizit auf Mexiko und Indien hin, die künftig besonders herausragen werden. Auch der steigende Inlandskonsum Chinas und die dadurch entstehenden Auswirkungen auf die Wirtschaft wurden von ihr thematisiert. Eine weitere wichtige Kernaussage der Keynote-Speakerin war, dass „sich das Denken in Regionen mit einer einheitlichen wirtschaftlichen Entwicklung überholt hat. Vielmehr müssen sich Unternehmen für einen nachhaltigen Erfolg einzelne Länder genauer ansehen und die Möglichkeiten in diesen analysieren.“

Im Laufe des Tages wurden in hochkarätig besetzten Panels die Bereiche Luftfahrt, Informations- und Kommunikationstechnologie, Energie und Rohstoffe sowie die Automobilindustrie diskutiert. Den Abschluss der Konferenz bildete die „Horizonte-Veranstaltung“, deren Fokus vor allem auf makroökonomischen Trends lag.

 

ICS – Lessons learnt

Die Wachstumszahlen sprechen für sich! Obwohl die lateinamerikanischen Märkte stärker wachsen werden, wird auch das leicht rückläufige Wachstum der Emerging Markets noch weit über dem Europas liegen. Daher wird das ICS zukünftig versuchen den südamerikanischen Raum besser abzudecken.

Betrachtet man die ICS-Fokusregion Brasilien, ergab sich aus der Konferenz, dass das Land wenig durch den steigenden Inlandskonsum Chinas beeinflusst wird. Allerdings haben fehlende Infrastrukturinvestitionen Kapazitätsbeschränkungen zur Folge. Weiters wurden in den Panels auch die bestehenden Handelsbarrieren des Landes und Inflationsprobleme thematisiert. Trotzdem werden weiterhin Einzelmaßnahmen angeboten, da nach wie vor in einigen Bereichen Potenzial zu erkennen ist.

Das Fokusprogramm Russland erhielt bereits in der Vergangenheit großen Zuspruch. Trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage, wird auf stetige Informationsupdates großen Wert gelegt.

Das Potenzial in den Bereichen Nordamerika und China wurde durch die Veranstaltung nochmals hervorgehoben, was Anlass für weitere ICS-Veranstaltungen gibt.