16. September 2025

20 Jahre ICS – Motor für steirischen Exporterfolg

Stillstand war in den letzten 20 Jahren nie eine Option: Seit seiner Gründung 2005 begleitet das Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) Unternehmen jeder Größe auf ihrem Weg hinaus in die Welt. Was damals als mutige Idee startete, ist heute eine unverzichtbare Drehscheibe für die Internationalisierung der steirischen Wirtschaft.

Am 15. September wurde dieses Jubiläum bei einer Pressekonferenz mit den Eigentümervertretern gewürdigt. Im Mittelpunkt stand dabei der Mehrwert des ICS für die steirische Wirtschaft: Es öffnet Türen zu neuen Märkten, schafft Orientierung im globalen Wettbewerb und gibt heimischen Betrieben genau das, was sie brauchen, um international erfolgreich zu sein – Wissen, Netzwerke und Vertrauen.

„Der Export ist von zentraler Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort. Erfolge heimischer Betriebe auf internationalen Märkten sichern Arbeitsplätze in der Steiermark und sind ein wesentlicher Schlüssel für den Wohlstand in unserem Land. Jeder zweite Euro, der erwirtschaftet wird, kommt aus dem Export. Mit dem Internationalisierungscenter Steiermark haben wir vor 20 Jahren eine österreichweit einzigartige Institution zur Unterstützung der steirischen Exportwirtschaft geschaffen. Das Team rund um Karl Hartleb leistet herausragende Arbeit und bietet Unternehmen die bestmögliche Unterstützung – und zwar sowohl bei der Erschließung neuer Märkte als auch der Bearbeitung bestehender. Gerade in so dynamischen Zeiten ist es noch wichtiger, sich weitere verlässliche Partner auf den internationalen Märkten zu sichern und damit für die heimische Wirtschaft mehr Sicherheit, aber auch neue Chancen zu schaffen. Wir werden das umfassende Service des ICS daher weiterhin bieten, denn wir müssen auch in Zukunft konsequent in die Stärkung der Außenwirtschaft investieren.“
„Der Außenhandel ist die Lebensader der steirischen Wirtschaft. Was passiert, wenn man diese mit Zöllen künstlich blockiert, das müssen wir dieser Tage schmerzlich erkennen. Darum möchte ich das 20-jährige Jubiläum unseres ICS auch für ein Plädoyer für internationale Handelsabkommen wie Mercosur nutzen. Protektionismus und Abschottung haben noch nie für mehr Wohlstand gesorgt, freier Handel dagegen schon. Wir brauchen faire und sichere Rahmenbedingungen auf Augenhöhe – und ehrlichere Debatten, als wir sie in der Vergangenheit geführt haben. Um Wachstum und damit Wohlstand zu erzeugen, brauchen wir den Freihandel. Aus diesem Grund haben wir als WKO gemeinsam mit unseren Partnern damals auch das ICS ins Leben gerufen: Als einen One-Stop-Shop für die steirische Exportwirtschaft, der unsere Unternehmen dabei unterstützt, neue Märkte zu erschließen.“
„International sichtbar und erfolgreich zu sein, ist für ein kleines Land essenziell. Wir zeigen international mit unseren beruflichen Ausbildungskonzepten auf und sind umgekehrt zunehmend davon abhängig, dass Spitzenkräfte aus aller Welt die Steiermark zu ihrem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt machen. Wir können aber zum Beispiel auch von der Steiermark heraus mit unseren Produkten weltweit dazu beitragen, dass CO2-Emissionen eingespart werden. Verlässliche Handelspartner, wie wir sie etwa in den Mercosur-Staaten finden, sind dafür entscheidend und würden uns durch ein entsprechendes Abkommen einen quasi kostenlosen Konjunkturimpuls geben. Sichtbar und erfolgreich zu sein, heißt für uns als Industrie offen zu sein. Offen für neue Märkte, neue Kooperationen und nicht zuletzt auch neue Technologien. Das ICS unterstützt heimische Betriebe seit 20 Jahren international aktiv zu sein und Potenziale zu nutzen.“
„Das ICS ist das Service- und Kompetenzcenter der Steiermark in Sachen Internationalisierung. Es ist daher unsere erste Aufgabe, dass wir den steirischen Unternehmen das bestmögliche Service für die laufende Exporttätigkeit anbieten. Darüber hinaus gilt es aber auch, Programme zu entwickeln und zu implementieren, die aktuelle und sich abzeichnende Herausforderungen adressieren. Die Diversifikation der Exportstruktur in regionaler und sektorieller Hinsicht steht hier ganz oben, ebenso wie die Themen Digitalisierung und Fachkräfterekrutierung.“

Ob mit gezielten Länderschwerpunkten wie Japan, Indien oder den USA, mit maßgeschneiderten Beratungen, mit Exportförderprogrammen oder mit Veranstaltungen, die Unternehmen mit den richtigen Partner:innen zusammenbringen – das ICS ist seit zwei Jahrzehnten Kompass, Katalysator und Kraftquelle für die Exportambitionen der Steiermark.

Die Bilanz spricht für sich: Steirische Exporte haben sich seit der Gründung des ICS mehr als verdoppelt, neue Märkte wurden erschlossen, und selbst in Krisenzeiten war das ICS rasch zur Stelle, um Lösungen zu bieten und Chancen aufzuzeigen.

Mit diesem Erfahrungsschatz und einem starken Netzwerk blickt das ICS nach vorne: auf neue Märkte, auf Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Fachkräftegewinnung – und auf viele weitere Erfolgsgeschichten „made in Styria“.