Trotz eines schwierigen internationalen Umfelds behaupteten sich die steirischen Warenexporte mit einem Rückgang um rund 1,0 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro relativ gut. Deutschland blieb trotz verhaltener Konjunktur Export-Wachstumsmotor und nahm rund ein Viertel aller steirischen Exporte auf. Auch Märkte wie Polen, Tschechien und Spanien entwickelten sich in Europa dynamisch.
Beachtenswerterweise wuchsen die steirischen USA-Exporte entgegen dem sehr negativen Österreichtrend auch 2025, und mit einem Exportwachstum von annähernd 20 % nach Kanada und von mehr als 5 % nach Mexiko festigte der USMCA-Freihandelsraum zwischen den USA, Mexiko und Kanada seine Bedeutung für die Steiermark. Die Entwicklung der Südamerika-Exporte gestaltete sich 2025 sehr unterschiedlich. Im Mercosur-Raum konnten vor allem die Exporte nach Brasilien deutlich zulegen.
Neben dem schon genannten Japan nahm auch Malaysien 2025 deutlich mehr steirische Exporte auf als in der Vergleichsperiode des Vorjahres, und auch die Indienexporte stiegen im Vorjahr mit einem Plus von über 4 % kontinuierlich weiter. Allerdings verzeichneten unsere Unternehmen ein Minus von annähernd 30 % bei den China-Ausfuhren, wobei gleichzeitig die China-Importe wohl aufgrund jüngster Entwicklungen im automotiven Bereich um über 28 % stiegen.
Erfreulich und aus volkswirtschaftlicher Sicht extrem wichtig: die Steiermark verzeichnete auch im vergangenen Jahr mit rund 7,5 Milliarden Euro einen beachtlichen Handelsbilanzüberschuss.