Security & Defence: Zukunftsmarkt mit steigender Bedeutung
Sicherheits- und verteidigungsrelevante Märkte gewinnen in Europa stark an Bedeutung. Für steirische Industrie- und Technologieunternehmen entstehen dadurch neue Geschäftsfelder – von spezialisierten Zulieferlösungen bis zu Technologien mit Dual-Use-Potenzial.
Wo für Unternehmen Geschäftschancen entstehen
Security & Defence ist kein einheitlicher Markt, sondern ein technologie- und branchenübergreifendes Umfeld. Chancen entstehen insbesondere dort, wo industrielle Kompetenz, hohe Qualitätsstandards und spezialisierte Technologien auf konkrete Sicherheits- und Verteidigungsanforderungen treffen.
Für steirische Unternehmen können dabei bestehende Kompetenzen aus Maschinenbau, Mobilität, Aerospace, Elektronik, Sensorik, Werkstoffen, Digitalisierung, Cybersecurity oder Produktionstechnik relevant werden. Viele Lösungen wurden ursprünglich für zivile Anwendungen entwickelt und können – abhängig von Technologie, Einsatzgebiet und Endverwendung – auch Dual-Use-Potenzial besitzen.
Wichtig: Ob ein Produkt, eine Software oder Technologie exportkontrollrechtlich als Dual-Use- oder Verteidigungsgut einzuordnen ist, hängt von der konkreten technischen Klassifizierung und dem jeweiligen Geschäftsvorhaben ab.
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Anlaufstellen zum Thema Security & Defense
FAQ
Dual Use bezeichnet Waren, Software oder Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Ob eine konkrete Lösung exportkontrollrechtlich erfasst ist, muss anhand der technischen Merkmale, der einschlägigen Güterlisten sowie von Endverwendung und Zielland geprüft werden.
Nicht nur klassische Rüstungsunternehmen. Auch Zulieferbetriebe und Technologieunternehmen aus Bereichen wie Maschinenbau, Mobilität, Aerospace, Elektronik, Sensorik, Werkstoffe, Cybersecurity oder Produktionstechnik können relevante Kompetenzen und Dual-Use-Potenziale mitbringen.
Ausfuhren in Drittstaaten und bestimmte weitere Vorgänge können kontrolliert oder genehmigungspflichtig sein. Unternehmen sollten Güterklassifizierung, Empfänger:in, Bestimmungsland, Endverwendung, Sanktionen und Embargos frühzeitig prüfen. Zuständige Exportkontrollbehörde in Österreich ist das BMWET.
Der Zugang erfolgt häufig über spezialisierte Netzwerke, Fachveranstaltungen, internationale Beschaffungs- und Kooperationsformate sowie direkte Kontakte zu Systemhäusern, öffentlichen Auftraggebern und Zulieferketten. Das ICS unterstützt bei der internationalen Einordnung und Geschäftsanbahnung.
Für internationale Vermarktung und Exportfragen ist das ICS Ihre Anlaufstelle. Ergänzend bündelt der ACstyria in der Steiermark Kompetenzen rund um Security & Defence; für Exportkontrolle ist das BMWET zuständig. Je nach Fragestellung können weitere spezialisierte Partnerorganisationen eingebunden werden.