Security & Defence: Zukunftsmarkt mit steigender Bedeutung

Sicherheits- und verteidigungsrelevante Märkte gewinnen in Europa stark an Bedeutung. Für steirische Industrie- und Technologieunternehmen entstehen dadurch neue Geschäftsfelder – von spezialisierten Zulieferlösungen bis zu Technologien mit Dual-Use-Potenzial.

418 Mrd. €

EU-Verteidigungsausgaben 2025

Steigende Budgets schaffen neue Geschäftschancen für spezialisierte Zulieferer:innen, Technologieunternehmen und industrielle Partner:innen.

+19 %

Wachstum 2023→2024

Die starke Marktdynamik eröffnet Unternehmen zusätzliche Chancen, sich frühzeitig in neuen Lieferketten und Partnerschaften zu positionieren.

13 Mrd. € (+20 %)

R&D‑Ausgaben 2024

Investitionen in Forschung und Entwicklung (R&D: Research & Development) erhöhen die Nachfrage nach innovativen Technologien, Komponenten und Dual-Use-Lösungen.

Radar-Grafik über einer digitalen Weltkarte – Symbol für Security & Defence

Wo für Unternehmen Geschäftschancen entstehen

Security & Defence ist kein einheitlicher Markt, sondern ein technologie- und branchenübergreifendes Umfeld. Chancen entstehen insbesondere dort, wo industrielle Kompetenz, hohe Qualitätsstandards und spezialisierte Technologien auf konkrete Sicherheits- und Verteidigungsanforderungen treffen.
 
Für steirische Unternehmen können dabei bestehende Kompetenzen aus Maschinenbau, Mobilität, Aerospace, Elektronik, Sensorik, Werkstoffen, Digitalisierung, Cybersecurity oder Produktionstechnik relevant werden. Viele Lösungen wurden ursprünglich für zivile Anwendungen entwickelt und können – abhängig von Technologie, Einsatzgebiet und Endverwendung – auch Dual-Use-Potenzial besitzen.
 
Wichtig: Ob ein Produkt, eine Software oder Technologie exportkontrollrechtlich als Dual-Use- oder Verteidigungsgut einzuordnen ist, hängt von der konkreten technischen Klassifizierung und dem jeweiligen Geschäftsvorhaben ab.

Karl Hartleb, Geschäftsführer des ICS

Der Einstieg in Security & Defence beginnt mit der Frage, wo die eigene Technologie konkrete Anforderungen erfüllt. Wir unterstützen steirische Unternehmen dabei, Einsatzfelder zu prüfen, relevante Kontakte aufzubauen und internationale Geschäftsmöglichkeiten auszuloten.

Karl Hartleb | Geschäftsführer des ICS

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Karl Hartleb, Geschäftsführer des ICS

Karl Hartleb

Geschäftsführer

FAQ

Dual Use bezeichnet Waren, Software oder Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Ob eine konkrete Lösung exportkontrollrechtlich erfasst ist, muss anhand der technischen Merkmale, der einschlägigen Güterlisten sowie von Endverwendung und Zielland geprüft werden.

Nicht nur klassische Rüstungsunternehmen. Auch Zulieferbetriebe und Technologieunternehmen aus Bereichen wie Maschinenbau, Mobilität, Aerospace, Elektronik, Sensorik, Werkstoffe, Cybersecurity oder Produktionstechnik können relevante Kompetenzen und Dual-Use-Potenziale mitbringen.

Ausfuhren in Drittstaaten und bestimmte weitere Vorgänge können kontrolliert oder genehmigungspflichtig sein. Unternehmen sollten Güterklassifizierung, Empfänger:in, Bestimmungsland, Endverwendung, Sanktionen und Embargos frühzeitig prüfen. Zuständige Exportkontrollbehörde in Österreich ist das BMWET.

Der Zugang erfolgt häufig über spezialisierte Netzwerke, Fachveranstaltungen, internationale Beschaffungs- und Kooperationsformate sowie direkte Kontakte zu Systemhäusern, öffentlichen Auftraggebern und Zulieferketten. Das ICS unterstützt bei der internationalen Einordnung und Geschäftsanbahnung.

Für internationale Vermarktung und Exportfragen ist das ICS Ihre Anlaufstelle. Ergänzend bündelt der ACstyria in der Steiermark Kompetenzen rund um Security & Defence; für Exportkontrolle ist das BMWET zuständig. Je nach Fragestellung können weitere spezialisierte Partnerorganisationen eingebunden werden.