Erstmals exportieren: gut vorbereitet in internationale Märkte
Sie möchten mit Ihrem Unternehmen erstmals Kund:innen im Ausland gewinnen, wissen aber noch nicht, wo Sie beginnen sollen?
Wissen, das Sie im Export weiterbringt
Ein erfolgreicher Exportstart braucht nicht sofort einen fertigen Internationalisierungsplan. Entscheidend ist, die richtigen Fragen früh zu klären: Passt Ihr Angebot zum Zielmarkt? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Welche rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelten? Und welche Unterstützung kann Ihren Markteintritt beschleunigen?
Das ICS Internationalisierungscenter Steiermark ist die regionale Anlaufstelle für steirische Unternehmen, die neue internationale Geschäftsmöglichkeiten erschließen möchten. Wir geben Orientierung für die ersten Schritte und zeigen, welche Beratungs-, Informations-, Förder- und Netzwerkangebote zu Ihrem Vorhaben passen.
Der erste Export beginnt mit den richtigen Fragen
Bevor Sie einen neuen Markt bearbeiten, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihr Unternehmen, Ihr Angebot und Ihr Ziel. Denn nicht jeder attraktive Markt ist automatisch der richtige Markt – und nicht jede Exportchance braucht dieselbe Vorbereitung.
Für den Einstieg sollten Sie insbesondere klären:
- Ist Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung international wettbewerbsfähig?
- Welche personellen, finanziellen und zeitlichen Ressourcen können Sie für den Export einsetzen?
- Welche Auslandsmärkte passen zu Ihrem Angebot und Ihrer Branche?
- Wie sehen Nachfrage, Wettbewerb, Preisniveau und Vertriebsstrukturen im Zielmarkt aus?
- Welche rechtlichen, steuerlichen, zoll- oder produktspezifischen Anforderungen müssen berücksichtigt werden?
- Brauchen Sie lokale Kund:innen, Vertriebs-, Kooperations- oder Technologiepartner:innen?
- Welche Förderungen oder Finanzierungsmöglichkeiten kommen für Ihr Vorhaben infrage?
Exportfähigkeit einschätzen
Prüfen Sie Ziele, Ressourcen, Wettbewerbsvorteile und interne Voraussetzungen.
Passende Märkte auswählen
Vergleichen Sie Marktpotenzial, Nachfrage, Wettbewerb, Zugangshürden und Vertriebswege
Rahmenbedingungen klären
Beziehen Sie Recht, Zoll, Steuern, Logistik, Zertifizierungen und Risiken frühzeitig ein.
Kontakte aufbauen
Identifizieren Sie passende Kund:innen, Vertriebs- oder Kooperationspartner:innen und nutzen Sie internationale Netzwerke.
Förderung mitdenken
Prüfen Sie vor Projektstart, welche Exportförderungen oder Finanzierungsinstrumente für Ihr Vorhaben relevant sein können.
Umsetzung planen
Legen Sie Prioritäten, Verantwortlichkeiten, Budget und nächste Schritte für den Markteintritt fest.
Häufige Fragen
Beginnen Sie mit einer realistischen Einschätzung Ihres Angebots, Ihrer Ressourcen und Ihrer Ziele. Danach folgen die Auswahl geeigneter Märkte, die Prüfung der Rahmenbedingungen, der Aufbau von Kontakten und ein konkreter Umsetzungsplan. Das ICS unterstützt steirische Unternehmen dabei, diese Schritte zu strukturieren und passende Services zu finden.
Steirische Unternehmen können sich an das ICS Internationalisierungscenter Steiermark wenden. Das ICS bündelt Informationen und Zugänge zu persönlicher Exportberatung, Marktinformationen, Förderberatung, internationalen Netzwerken, Veranstaltungen und weiteren Angeboten für den Markteintritt.
Wichtig sind unter anderem ein wettbewerbsfähiges Angebot, ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen, ein klares Exportziel sowie ein realistischer Blick auf Marktpotenzial, Wettbewerb, Vertrieb, Recht, Zoll, Logistik und mögliche Risiken.
Ein geeigneter Markt sollte nicht nur groß sein, sondern zu Ihrem Angebot, Ihrer Branche und Ihren Ressourcen passen. Sinnvoll ist ein Vergleich von Nachfrage, Wettbewerb, Preisniveau, Marktzugang, rechtlichen Anforderungen und möglichen Vertriebswegen.
Nicht immer. Der geeignete Marktzugang hängt vom Produkt, vom Zielmarkt und vom Geschäftsmodell ab. Möglich sind unter anderem Direktvertrieb, lokale Vertriebspartner:innen, Handelsvertretungen, Kooperationspartner:innen oder eigene Strukturen.
Möglichst früh. Förderprogramme haben eigene Voraussetzungen und Fristen; einzelne Förderungen müssen vor Projektstart beantragt werden. Deshalb sollte die Förderprüfung Teil der Planung und nicht erst der Umsetzung sein.
Export Know-How ist ein digitaler Wissens- und Self-Service-Zugang für praktische Exportfragen und Fit Checks. In der persönlichen Exportberatung wird das konkrete Vorhaben eines Unternehmens individuell eingeordnet und gemeinsam weiterentwickelt.
Im ICS-Kontext bezeichnet „Neoexporteur“ ein Unternehmen am Beginn seiner Internationalisierung. Für externe Kommunikation ist „erstmals exportieren“, „Export starten“ oder „Exportneuling“ verständlicher und näher an der tatsächlichen Suchsprache.